22.01.2019 - 11:08 Uhr
Deutschland & Welt

Nebenklage legt im Fall Maurice K. Revision ein

„Justiz“ steht am Ärmel eines Justizvollzugsbeamten im Verhandlungssaal des Landgerichts. Foto: Armin Weigel/Archiv

Passau (dpa/lby) - Im Fall des bei einer Schlägerei getöteten Schülers Maurice K. aus Passau hat nach Gerichtsangaben einer der beiden Nebenklagevertreter Revision gegen zwei der vier Urteile eingelegt. Der Anwalt hatte in dem Prozess den Vater des Opfers vertreten. Seine Revision bezieht sich auf die Urteile gegen die beiden Haupttäter, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte.

Ein 25-Jähriger war am vergangenen Donnerstag vor dem Landgericht Passau unter anderem der vorsätzlichen Körperverletzung und fahrlässigen Tötung für schuldig erklärt und zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Einen 16-Jährigen hatte das Gericht unter anderem wegen Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt.

Der Nebenklagevertreter hatte in seinem Plädoyer vier Jahre und drei Monate Haft für den 25-Jährigen und vier Jahre Jugendstrafe für den 16-Jährigen gefordert - unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung.

Insgesamt standen vier Angeklagte vor Gericht. Die zwei weiteren, 15 und 17 Jahre alten, Jugendlichen erhielten Bewährungsstrafen von je einem Jahr. Die vier Verurteilten haben bis einschließlich Donnerstag Zeit, Revision einzulegen.

Der 15 Jahre alte Maurice K. hatte sich im April 2018 mit einem der Angeklagten zu einer Schlägerei verabredet. Laut Anklage mischten sich Umstehende ein, die Situation eskalierte. Maurice K. wurde tödlich verletzt. Anfangs waren sechs Verdächtige angeklagt; gegen zwei wurden die Verfahren eingestellt.

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