11.07.2018 - 01:38 Uhr
Deutschland & Welt

Neuer Zeuge im Prozess um angeblich ruiniertes Gemälde

Außenansicht des Oberlandesgerichts (OLG) München (Bayern) in der Prielmayerstraße. Foto: Peter Kneffel/Archiv

München (dpa/lby) - Hat ein Restaurator das Öl-Gemälde „Der Schreiber“ des Malers Carl Spitzweg mit seiner Arbeit ruiniert? Das jedenfalls wirft ihm ein Galerist aus München vor. In dem seit Jahren währenden Streit hat am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht München ein Kunsthistoriker als Zeuge ausgesagt. Der 76-Jährige hatte im Dezember 2010 - nach der Restaurierung des Gemäldes - ein Gutachten dazu erstellt. Er erklärte, dass die oberste Malschicht stark gereinigt worden sei und etliche Details dadurch verloren gegangen seien. In dem Berufungsverfahren geht es neben dem Spitzweg noch um drei weitere Bilder. Der klagende Galerist fordert Schadenersatz.

2009 hatte der Restaurator den Auftrag bekommen, die Kunstwerke zu reinigen. Der Mann habe stattdessen die Farben durch zu scharfe Lösungsmittel weggewaschen, so der Vorwurf. Das Spitzweg-Gemälde soll vor der Restaurierung einen Zeitwert von 20 000 bis 25 000 Euro gehabt haben. Nach der Reinigung sei der Verkaufswert auf 5500 Euro gesunken. Der beklagte Restaurator weist die Vorwürfe zurück.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp