13.01.2021 - 19:25 Uhr
Deutschland & Welt

Noch mehr Schnee: Autounfälle und Lawinengefahr

In Bayern herrscht derzeit richtiges Winterwetter. In den Bergen soll noch mehr Schnee fallen - dabei ist die Lawinengefahr teils jetzt schon groß. Auch für Autofahrer kann es gefährlich werden.

Ein Schild warnt vor winterlichen Straßenverhältnissen. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild
von Agentur DPAProfil

München (dpa/lby) - Der Winter hält Teile Bayerns weiter fest im Griff. An den Alpen und im Alpenvorland sollen bis Freitagfrüh weitere 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee fallen. In Staulagen können es örtlich bis zu 30 Zentimeter werden, im Oberallgäu oberhalb von 800 Metern bis zu 50 Zentimetern. Zudem sinken die Temperaturen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in den kommenden Nächten gebietsweise auf minus fünf bis minus zehn Grad. Auf den Straßen kann es daher erneut glatt werden. Schon in den Vortagen gab es zahlreiche Unfälle.

Für das Bergland und höhere Alpenvorland warnt der DWD auch vor Schneeverwehungen. Der Schnee in den Bergen bringt aber noch eine weitere Gefahr: Lawinen. Der Lawinenwarndienst rief am Mittwochabend in Teilen der bayerischen Alpen die zweithöchste Warnstufe aus: In den Allgäuer, Ammergauer und Werdenfelser Alpen sei die Gefahr oberhalb von 1800 Metern groß, im restlichen bayerischen Alpenraum verbreitet erheblich.

„Unternehmungen im Gebirge verlangen derzeit höchste Vorsicht und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen“, betonten die Experten. Das Hauptproblem im Westen sei der Neuschnee. „Er kann sich in allen Expositionen spontan als Locker- und Schneebrettlawine lösen oder bereits durch geringe Zusatzbelastung sehr leicht als Schneebrettlawine ausgelöst werden.“

Außerdem kam es durch den starken Wind im gesamten bayerischen Alpenraum zu frischen Triebschneeansammlungen, die vor allem kammnah und in eingewehten Rinnen und Mulden sehr leicht vom einzelnen Wintersportler auslösbar sind. Seit Anfang der Woche fiel in höheren Lagen bis zu einem Meter Schnee; bis Donnerstagmittag sollen teils bis zu 60 weitere Zentimeter hinzukommen.

Schon am Mittwoch hatte Tief „Dimitros“ für zahlreiche Unfälle auf Bayerns Straßen gesorgt. Autos und Lastwagen prallten gegen Leitplanken, schlitterten in Gartenzäune, stießen gegen Verkehrsschilder und landeten in Straßengräben. Die Polizei registrierte Hunderte wetterbedingte Einsätze.

Lawinenlagebericht

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.