13.05.2021 - 13:49 Uhr
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Die dritte Folge von "Tödliche Oberpfalz" ist online

Warum löscht ein Mensch seine ganze Familie aus? Dieser Frage gehen wir zusammen mit einem Arzt für Forensische Psychiatrie in Folge drei von "Tödliche Oberpfalz" auf den Grund.

Nichts deutete zuvor auf das traurige Schicksal einer Oberpfälzer Familie hin. Ein ganzes Dorf stand unter Schock.
von Mareike Schwab Kontakt Profil

Auf einem Hof mitten in einem beschaulichen Örtchen im Kreis Neustadt/WN spielte sich im Mai 2004 eine schreckliche Tragödie ab. Die Mutter (42) und ihre beiden Söhne (9 und 16) und liegen am Morgen tot in ihren Betten. Der Ehemann und Vater hatte sie erschossen. Auch der 46-jährige Landwirt liegt mit einer Kopfwunde im Bett, als die Rettungskräfte eintreffen. Er starb wenige Tage später im Krankenhaus.

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Eheprobleme, Alkohol, Geldnot oder eine Krankheit? Der wahre Grund für die Tat ist noch immer ein Rätsel. Mit dem Fazit "Angst vor dem finanziellen Ruin" legte die Polizei den Fall wenige Wochen später zu den Akten. Doch die Tat ist noch immer tief in den Gedächtnissen der Oberpfälzer verankert. Auch Stefan Zaruba, Redakteur in Weiden, erinnert sich noch gut - denn er war damals als Reporter vor Ort. Er spricht mit uns über jenen schicksalshaften Tag, an dem der Landwirt sich und seine ganze Familie auslöschte. Und darüber, was solch ein Fall auch mit einem Journalisten macht.

Das Schicksal dieser Familie ist kein Einzelfall. Der Hof in der Nähe von Weiden war schon 1946 der Schauplatz eines blutigen Geschehens: In der Nacht zum 12. Januar wurde dort eine Frau erschossen. Auch an anderen Orten der Oberpfalz kam es in der Vergangenheit zu solchen Fällen. 1991 tötete ein Landwirt in Voitsberg erst seine drei Kinder, die Ehefrau und schließlich sich selbst. Vier Jahre zuvor, 1987, tötete ein Vater aus Windischeschenbach seine zwei Söhne, ein Suizid scheitert aber schlussendlich. Und immer ist da die Frage nach dem "Warum". Was geht in diesen Menschen vor? Warum löscht jemand seine ganze Familie aus? Auf diese Fragen versuchen Vanessa Lutz und Sebastian Böhm zusammen mit Thomas Lippert, einem Arzt für Forensische Psychiatrie, eine Antwort zu finden.

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Opfer- und Täterschutz

Es ist uns wichtig, die Opfer, Angehörigen und Zeugen sowie die Täter zu schützen. Deshalb werden wir bei diesem Fall die ganzen Namen der Beteiligten nicht nennen. Wir bitten unsere Hörer und Mitglieder der Facebook-Gruppe "Tödliche Oberpfalz" deshalb, den Opfer- und Täterschutz zu respektieren.

Falls ihr uns anonym etwas mitteilen wollt, könnt ihr dazu gerne unsere E-Mail-Adresse nutzen: ToedlicheOberpfalz[at]oberpfalzmedien[dot]de

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