26.03.2020 - 14:20 Uhr
Deutschland & Welt

Osram mixt Desinfektionsmittel für sich und andere

Der Lichtkonzern Osram mischt in der Corona-Krise sein eigenes Desinfektionsmittel und will auch Krankenhäuser und ähnliche Einrichtungen versorgen.

Eine Krankenschwester reinigt sich ihre Hände mit einem Desinfektionsmittel im Kreiskrankenhaus. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
von Agentur DPAProfil

Osram stellt nun Flächen- und Händedesinfektionsmittel her. Der Lichtkonzern will auch Krankenhäuser damit versorgen. Das Werk in Schwabmünchen verfügt über eine chemische Produktion, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte. Daher gebe es dort entsprechende Anlagen, das nötige Wissen, und auch die Ausgangsstoffe seien auf Lager.

„Wir haben mit einer kleinen Produktion für den Eigenbedarf angefangen“, erzählte die Sprecherin. Nachdem man die Qualität durch eine externe Analyse bestätigt bekommen habe, sei die Produktion jetzt hochgefahren worden. Neben der Versorgung der eigenen Werke in Garching, München, Berlin und Eichstätt will Osram das Desinfektionsmittel auch zum Selbstkostenpreis an Einrichtungen rund um Schwabmünchen abgeben. Unter anderem sei man mit dem örtlichen Krankenhaus in Gesprächen, hieß es.

Bisher hat das Unternehmen rund 1500 Liter produziert, die Materialvorräte reichen noch für weitere 6000 bis 10 000 Liter. Dann müsse man nachordern. Normalerweise wird das Ethanol, das der wichtigste Bestandteil des Desinfektionsmittels ist, in Schwabmünchen für die Produktion von Klebstoff für Lampensockel eingesetzt.

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