05.09.2018 - 14:18 Uhr
Deutschland & Welt

Polizei führt Kontrollgruppe Motorrad ein

Es geht um die Sicherheit von Motorradfahrern in Bayern. Um die Kontrollen zu verstärken, wird von der Polizei nun die Kontrollgruppe Motorrad eingeführt. Viele dieser Polizisten seien selbst Biker.

Symbolbild

Bis Ende dieses Jahres will die Polizei bayernweit eine Kontrollgruppe Motorrad (KG Motorrad) einführen. Das teilten der Inspekteur der bayerischen Polizei, Harald Pickert, und der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp, am Mittwoch mit. Die KG Motorrad sei ein Zusatzbereich, für den Polizisten eingesetzt werden, die zu einem großen Teil selbst Biker seien, sagte eine Sprecherin.

Für das südliche Oberbayern ist eine KG Motorrad bereits seit 2015 im Einsatz. Kopp sieht es als Verdienst der KG an, dass die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer von 29 im Jahr 2015 auf 16 im vergangenen Jahr sank. Im ersten Halbjahr 2018 kamen bayernweit 66 Motorradfahrer ums Leben, zehn davon im südlichen Oberbayern. Bezogen auf ganz Bayern ist das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von beinahe 14 Prozent.

„Als passionierter Motorradfahrer liegt mir die Verkehrssicherheit besonders am Herzen“, sagte Kopp. „Es ist schlichtweg verantwortungslos, wenn eine Minderheit von Motorradfahrern durch rücksichtslose und risikoträchtige Fahrweise nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährdet.“ Deshalb kontrollierte die Polizei im Juli verstärkt Motorradfahrer in ganz Bayern. Die Ergebnisse wurden bei der Pressekonferenz an der Autobahnpolizeistation in Holzkirchen (Landkreis Miesbach) vorgestellt: Mehr als 22.700 Biker wurden demnach überprüft und beinahe 3300 davon beanstandet.

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