10.12.2019 - 02:09 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Prozess um teures Schamanen-Ritual

Was darf Spiritualität kosten? Vor dem Oberlandesgericht (OLG) München fordert eine Frau 12.500 Euro von einer angeblichen Schamanin zurück.

Prozess
von Agentur DPAProfil

Das Geld ist nur die Anzahlung für ein insgesamt 25.000 Euro teures Schamanen-Ritual, um die Kundin von einer angeblichen Besessenheit zu befreien.

Die beiden Frauen hatten einen Vertrag darüber geschlossen, die Kundin sagte aber kurzfristig ab, erschien nicht zum vereinbarten Ritual und forderte die 12.500-Euro-Anzahlung zurück. Sie wirft der Schamanin vor, ihr vorgemacht zu haben, sie sei besessen.

Die Beklagte weist das zurück und will das Geld behalten. Sie behauptet, sie sei in Europa und international eine anerkannte Schamanin. Das Ritual sei als religiöse Zeremonie zu verstehen, bei welcher ein Heilungsritual erfolgt. Die Schamanen seien hierbei Vermittler zwischen den Menschen und der Geisterwelt. Das Landgericht Traunstein hatte die Klage in erster Instanz abgewiesen.

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