14.08.2018 - 14:59 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Historischer Tiefstand: Donauschifffahrt steht still

Nicht nur die Landwirtschaft wartet auf Regen, auch für die Schifffahrt wird es langsam eng. Auf der Donau zwischen Straubing und Deggendorf war der Wasserstand am Wochenende so niedrig, dass dort keine Schiffe fahren konnten.

Zwei Jungen stehen in der Niedrigwasser führenden Donau. Foto: Armin Weigel/Archiv

Der Super-Sommer sorgt für einen Negativrekord: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Der bislang gültige Negativrekord aus dem Jahr 1947 wurde um zwei Zentimeter unterschritten und sank auf 2,28 Meter, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Regensburg am Dienstag mitteilte. Das entspricht einer Fahrrinnentiefe von 1,38 Metern. Bei großen Fahrgastschiffen komme es schon bei Tiefen von weniger als zwei Metern zu Einschränkungen, sagte Sachbereichsleiter Paul Marcus Schäfer. Bei Fahrrinnentiefen unterhalb von eineinhalb Metern stehe auch die Güterschifffahrt still.

Nur Sportbootfahrer konnten sich am Wochenende auf dem betroffenen Donauabschnitt fortbewegen, viele größere Schiffe mussten noch am Dienstag in den Häfen ausharren. Ihnen bleibe nichts anderes übrig, als auf Regen zu hoffen, so Schäfer. „Da müsste noch viel mehr kommen“. Die Lage hatte sich nach Niederschlägen nur leicht entspannt. Der Pegel stieg am Dienstagmorgen um zehn Zentimeter, war am Mittag aber schon wieder im Fallen begriffen.

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