06.02.2019 - 13:10 Uhr
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Museum der Bayerischen Geschichte: „Wahrzeichen“

Auf humorvolle, kurzweilige Weise will das neue Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg seinen Besuchern die Historie des Freistaates nahebringen. Jetzt haben die Museumsmacher den Eröffnungstermin verraten.

Blick auf das Museum der Bayerischen Geschichte. Foto: Armin Weigel/Archiv

München (dpa/lby) - Mit gut einem halben Jahr Verspätung soll am 4. Juni das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg eröffnet werden. Das kündigte Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München an und sprach von der „Schatzkammer unserer Geschichte“. Am 5. Juni beginnt der Publikumsbetrieb. Museumsdirektor Richard Loibl bezeichnete den wegen seiner Architektur heftig umstrittenen, fast 80 Millionen Euro teuren Museumskomplex als ein „neues Wahrzeichen für Regensburg“.

Das Museum hätte eigentlich passend zum Jubiläum 100 Jahre Freistaat Bayern im November 2018 fertig sein sollen. Doch ein Brand auf der Baustelle hatte im Sommer 2017 den Zeitplan durchkreuzt - und einen Millionenschaden verursacht.

Sibler erinnerte an die Anfänge des Museums. 2008 hatte der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in seiner Regierungserklärung angekündigt, ein Museum der Bayerischen Geschichte auf den Weg bringen zu wollen. Einen Standortwettbewerb gewann Regensburg, die Grundsteinlegung folgte 2015. Es sei ein langer Prozess gewesen, „bei dem wir stets Feuer und Flamme waren“, sagte Sibler augenzwinkernd.

Die Dauerausstellung im Museum zeigt die Entwicklung Bayerns zwischen 1800 und der Gegenwart. Ein gut 20-minütiger Videofilm, in dem BR-Moderator Christoph Süß in die Rollen historischer Figuren schlüpft, zeichnet die Jahre davor nach. Insgesamt können Besucher 2000 Jahre Geschichte nacherleben. Der Museumsbau sei beeindruckend und befinde sich am Donaumarkt in bester Lage, sagte Sibler. Die Ausstellung sei auf dem neuesten pädagogischen Stand und biete zahlreiche Mitmachmöglichkeiten für Kinder.

Zu den Ausstellungsstücken gehören ein Heißluftballon, mit dem eine Familie aus der DDR geflohen ist, die Jacke eines Überlebenden des Konzentrationslagers in Dachau sowie die Armbanduhr König Ludwigs II., die dieser trug, als er im Starnberger See ertrank.

Bis zum 30. Juni ist der Eintritt frei. Ab dem 1. Juli zahlen Erwachsene fünf Euro und Senioren vier Euro. Kinder, Jugendliche, Schüler und Studenten bis zum 30. Lebensjahr haben freien Eintritt.

Vom 27. September bis zum 9. März 2020 findet in dem Museum die vom Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg konzipierte Landesausstellung statt. Unter dem Motto „Hundert Schätze in tausend Jahren“ sollen historische Entwicklungen aus der Zeit zwischen dem 6. Jahrhundert und 1800 nacherzählt werden. Während der Landesausstellung bleibt die Dauerausstellung im Museum geschlossen.

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