10.06.2018 - 03:18 Uhr
Deutschland & Welt

„Rockavaria“ endet

Königsplatz statt Olympiapark: Zur dritten „Rockavaria“-Auflage ist das Festival umgezogen. Zwischen altehrwürdigen Bauwerken rocken mitten in München fast 20 Bands, darunter Iron Maiden, Limp Bizkit und Arch Enemy.

Fred Durst, Sänger der US-Band Limp Bizkit. Foto: Matthias Balk/Archiv

München (dpa/lby) - Der Königsplatz ist an diesem Wochenende in Schwarz gehüllt - Tausende sind zum „Rockavaria“-Festival in München gepilgert. Zwischen klassizistischen Bauwerken dröhnten E-Gitarren. Wie viele Besucher zu den harten Klängen feierten, dazu machte der Veranstalter zunächst keine genauen Angaben. Vorab war mit rund 35 000 gerechnet worden.

Zum krachenden Höhepunkt am Samstag füllte sich der Platz komplett. Iron Maiden, die Altmeister des Heavy Metal, gaben sich die Ehre. Kein Name war auf den zahlreichen Bandshirts von Besuchern an diesem Tag häufiger zu lesen. Das verblasste Schwarz mancher Oberteile kündete von eiserner Treue zu Iron Maiden und Konzerten, die schon Jahrzehnte zurückliegen. Bei den Ikonen selbst war von Verschleißerscheinungen wenig zu spüren.

Auf die Hardcore- und Heavy-Metal-Fans strahlte an diesem Wochenende immer wieder die Sonne herab. Zwar warnte der Deutsche Wetterdienst für Sonntag vor Gewittern - doch am Nachmittag blieb es trocken. Bis zum Abend sollten knapp 20 Bands auf den zwei Bühnen spielen, darunter Royal Republic, Arch Enemy und Tuxedoo. Letztere ließen es sich nicht nehmen, ein Erinnerungsfoto samt Fans vor den Propyläen - „diesem atemberaubenden Anblick“ - zu machen. Nach dem Ausfall im vergangenen Jahr war das „Rockavaria“, das 2015 Premiere gefeiert hatte, vom Olympiapark auf den Königsplatz umgezogen.

An Tag zwei fiel der geplante Höhepunkt diesmal aus: Die Toten Hosen hatten wegen eines Hörsturzes von Sänger Campino ihren Auftritt kurzfristig abgesagt. Limp Bizkit sprangen ein: Der Gig der US-Amerikaner wurde nach hinten verlegt - als Schlusspunkt des Festivals. Wie sich die Headliner-Absage auf die Gästezahlen auswirkte, dazu äußerte sich der Veranstalter zunächst nicht. Besucher konnten 30 Euro wiederbekommen - oder die Sonntagstickets zurückgeben. „Die Leute haben verständnisvoll reagiert. Sie sorgen sich in erster Linie um Campino“, sagte eine Sprecherin. Auf Facebook wünschten zahlreiche Fans dem Sänger gute Besserung.

Website des Festivals

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