21.07.2021 - 18:28 Uhr
SelbDeutschland & Welt

400 Fahrschüler absolvieren Erste-Hilfe-Kurs bei Betrüger

Ohne Ersten-Hilfe-Kurs gibt es keinen Führerschein. Um ihren "Lappen" behalten zu können, müssen Hunderte Fahrschüler in Selb (Kreis Wunsiedel) erneut zum Ersten-Hilfe-Kurs antreten – sie sind einem Betrüger auf den Leim gegangen.

Wer seinen Führerschein macht, braucht dazu in Deutschland verpflichtend einen Ersten-Hilfe-Kurs: In Selb müssen diesen Kurs nun 400 Fahranfänger nachholen.
von Agentur DPAProfil

Fast 400 Fahrschüler haben ihren Erste-Hilfe-Kurs im oberfränkischen Selb bei einem Betrüger absolviert – und müssen ihn nun wiederholen. Der 56 Jahre alte Verdächtige habe zwar eine Lizenz für Kurse gehabt, diese sei jedoch seit gut eineinhalb Jahren abgelaufen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Schulungen habe er zudem im Namen einer Organisation angeboten, bei der er seit Anfang 2017 nicht mehr arbeiten durfte.

Im April wurde der Mann aus Selb im Landkreis Wunsiedel angezeigt. Er muss sich nun wegen Betrugs und Urkundenfälschung in mehreren Hundert Fällen verantworten. Um ihre Führerscheine behalten zu können, müssen die betroffenen Fahrschüler laut Polizei einen richtigen Erste-Hilfe-Kurs nachholen.

© dpa-infocom, dpa:210721-99-468099/2

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