04.09.2018 - 15:18 Uhr
Deutschland & Welt

Söder: AfD-Denkweise droht verfassungsfeindlich zu werden

Björn Höcke, Vorsitzender der AfD-Fraktion in Thüringen, bei der Demonstration von AfD und Pegida in Chemnitz. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

München (dpa) - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wirft der AfD eine Entwicklung hin zu einer demokratiefeindlichen Partei vor. Die Partei habe am vergangenen Wochenende in Chemnitz ihre bürgerliche Maske abgelegt und ihr wahres Gesicht gezeigt, sagte er am Dienstag in München. „Für mich steht dahinter eine beginnende Denke, die in Richtung Verfassungsfeindlichkeit geht.“ Söder sieht den Chef der thüringischen AfD, Björn Höcke, dahinter als politischen Führer, der versuche, die AfD in eine extreme Richtung zu drängen.

Für Bayern bedeute dies, dass die Sicherheitsbehörden genauer hinschauen würden, wie sich die AfD-Anhänger verhalten. „Wir wollen die einzelnen Verbindungen, die jetzt neu entstehen, die neuen Netzwerke, die geknüpft werden, annehmen und wollen auch deshalb klarer sagen, bei Einzelpersonen wird noch genauer hingeschaut“, betonte Söder. Jeder, der mit der AfD sympathisiere, müsse sich darüber im klaren sein, dass es in der Partei eine neue Entwicklung gebe, die vor den Ereignissen in Chemnitz so noch nicht erkennbar gewesen sei. „Da wird eine neue Allianz geschmiedet, die die politische Kultur in Deutschland völlig neu entwickeln soll“, sagte Söder. „Wir können nicht wegschauen, und es auch nicht ignorieren.“

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