14.03.2020 - 08:43 Uhr
Deutschland & Welt

Söder warnt im Kampf um CDU-Vorsitz vor Verlust der Mitte

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Sven Hoppe/dpa
von Agentur DPAProfil

Berlin (dpa) - Im Ringen um den CDU-Vorsitz hat CSU-Chef Markus Söder die Schwesterpartei davor gewarnt, die politische Mitte zu verlieren. „Wenn man Kanzler werden will, muss man in NRW und in Bayern gut abschneiden. Es geht um eine klare Abgrenzung zur AfD, dabei darf man vor allem die Mitte nicht verlieren“, sagte der bayerische Ministerpräsident der Funke Mediengruppe. Er erinnerte an den bayerischen Landtagswahlkampf 2018, als die CSU versucht hatte, mit einem scharfen Rechtskurs der AfD Boden zu entziehen. „Wir haben festgestellt, dass man in der Mitte mehr verliert, als man rechts zu gewinnen hofft.“ Er fügte aber auch hinzu: „Die Bindekraft der Union muss immer tief in der Mitte verortet sein, aber auch das konservativ-patriotische Spektrum einbinden.“

Um den CDU-Vorsitz bewerben sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der Außenpolitiker Norbert Röttgen und Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz. Letzterer gilt als Favorit des Wirtschaftsflügels und vieler konservativer Christdemokraten.

Söder erklärte, an der Frage der künftigen Einigkeit werde die Führungsfähigkeit des neuen CDU-Chefs gemessen werden. „Wenn uns das nicht gelingt, gehen wir den Weg der SPD. Die wählt Vorsitzende und demontiert sie wenig später. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten jetzt auch, dass die Bundesregierung bis 2021 erfolgreich regieren kann.“

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