11.05.2019 - 09:29 Uhr
Deutschland & Welt

Übung „Berglöwe“: Gebirgsjäger proben Ernstfall

Bei der Brigadegefechtsübung „Berglöwe 2018“ steht ein Fahrzeug der Bundeswehr auf einer Wiese. Foto: Bundeswehr/Archiv

Berchtesgaden (dpa/lby) - Rund 1200 Soldaten üben seit Samstag im südlichen Oberbayern den Ernstfall. Die Gebirgsjägerbrigade 23 eilt in dem fiktiven Fall einem Bündnispartner mit dem Kunstnamen Altraverdo zu Hilfe, den ein Land namens Wislanien bedroht.

Am Vormittag kamen nach Angaben eines Militärsprechers die ersten Soldaten sowie Fahrzeuge vom Standort in Mittenwald mit dem Zug in Rohrdorf bei Rosenheim an. Von dort aus werden die Soldaten fast zwei Wochen bis zum 23. Mai in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land unterwegs sein.

Anwohner werden dabei einen Eindruck von einem solchen Einsatz bekommen. Denn die Übung „Berglöwe“ ist freilaufend, das heißt, die Soldaten bleiben nicht auf Übungsplätzen, sondern sind in Ortschaften, Wäldern und Berggebieten unterwegs. Rund 250 Gefechtsfahrzeuge werden auf den Straßen fahren. Es kann Staus geben. Auch Schüsse werden fallen, es handelt sich aber um Übungsmunition.

Wenn die Soldaten in Gebiete mit Schnee kommen, werden sie die Uniform wechseln, vom Flecktarnanzug zum weißen Schneetarnanzüge. Spätestens zum Ende des Einsatzes an der Reiteralpe im Berchtesgadener Land dürfte das der Fall sein. Der Feind, gespielt von Bundeswehrsoldaten, trägt auch Uniform. Nur einige Gegner haben blaue Arbeitsanzüge, Blaumänner, sowie rote Armbinden. Sie bilden eine Gruppe irregulärer Kräfte, die auf eigene Faust agieren.

Ein Höhepunkt ist am Dienstag geplant. Dann sollen speziell geschulte Pioniere aus Brandenburg eine Faltschwimmbrücke am Inn bauen, die auch schwere Fahrzeugen passieren können. Die Übung unterstützen Feldjäger und Sanitätskräfte, die nicht zu den Gebirgsjägern zählen.

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