13.06.2018 - 21:48 Uhr
Deutschland & Welt

Waigel mahnt Merkel und warnt vor Bruch der Unionsfraktion

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).

Augsburg (dpa) - Der CSU-Ehrenvorsitzende Theo Waigel hat Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel aufgefordert, seiner Partei im Asylstreit entgegenzukommen. „Ich erwartete von der Kanzlerin, dass sie einen Weg vorschlägt, der nationales Handeln möglich macht, solange es keine befriedigende europäische Lösung gibt“, sagte Waigel der „Augsburger Allgemeinen“ (Freitag).

Der frühere Bundesfinanzminister appellierte zudem an alle Seiten in der Union, den Konflikt nicht weiter eskalieren zu lassen: „Man kann diesen Streit doch niemandem mehr glaubhaft erklären.“ Waigel warnte die CSU-Landesgruppe vor einer Aufkündigung der Fraktionsgemeinschaft mit der CDU. Dies habe „1976 nicht funktioniert, und auch jetzt würde niemand davon profitieren“, so der CSU-Politiker unter Hinweis auf die schwere unionsinterne Krise vor über 40 Jahren.

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