09.07.2020 - 19:22 Uhr
Deutschland & Welt

Zwei Drittel weniger Passagiere am Münchner Flughafen

Im Flughafen München wird um die Einhaltung der Schutzmaßnahmen gegen Corona gebeten. Foto: Matthias Balk/dpa/Symbolbild
von Agentur DPAProfil

München (dpa/lby) - Die Corona-Pandemie hat dem Münchner Flughafen einen noch zu Jahresbeginn undenkbaren Einbruch der Passagierzahlen beschert: Im ersten Halbjahr starteten und landeten 7,8 Millionen Passagiere, 15 Millionen weniger als ein Jahr zuvor, wie die Flughafengesellschaft FMG am Donnerstag mitteilte.

Der Großteil der Fluggäste wurde noch vor der weltweiten Verbreitung des Erregers befördert: Im zweiten Quartal 2020 kam der Passagierverkehr wegen der weltweiten Reisebeschränkungen weitestgehend zum Erliegen. Das Fluggastaufkommen sank um 98 Prozent, die Anzahl der Starts und Landungen ging in diesem Zeitraum um rund 92 Prozent zurück - die niedrigsten Zahlen seit der Eröffnung 1992.

Inzwischen steigen die Passagierzahlen wieder, auch wenn von Normalität noch lange nicht die Rede sein kann. Das monatelang geschlossene Terminal 1 des zweitgrößten deutschen Flughafens ist mittlerweile wieder in Betrieb. In der ersten Juliwoche wurden demnach wieder über 100 000 Fluggäste befördert. Vor der Krise waren es im Sommer allerdings im Schnitt weit über 100 000 pro Tag.

Flughafenchef Jost Lammers rechnet nicht mit einer baldigen Rückkehr zu gewohnten Verhältnissen: „Jetzt gilt es, den Münchner Flughafen durch eine mehrjährige Phase der Konsolidierung zu führen“, sagte er laut Mitteilung.

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