16.04.2018 - 17:36 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Theaterstück spielt im Pfarrhaus Domkapitular sorgt für Ordnung

Was macht ein Pfarrer, wenn ihm das Geld für die Renovierung der sanierungsbedürftigen Kirche fehlt? Er bietet in den Nachtstunden ein Kartenspiel im Pfarrhaus an und verkauft schwarzgebrannten Schnaps. "Dem Himmel sei Dank", heißt dann auch das erfolgreiche Lustspiel des Theatervereins Dieterskirchen.

Nach fünf Aufführungen stellten sich die Laienschauspieler des Theatervereins Dieterskirchen zum Erinnerungsfoto auf und nahmen den verdienten Applaus des Publikums mit Freude entgegen. Bild: weu
von Udo WeißProfil

Fünf Aufführungen hatte der Theaterverein für das Lustspiel "Dem Himmel sei Dank" angesetzt und alle waren nahezu ausverkauft. Das Pfarrheim wurde dazu mit 130 Plätzen bestuhlt. Ein großartiger Erfolg für die Theatergruppe, die sich aus der Landjugend herauskristallisiert hat und seit nunmehr 30 Jahren jährlich oder alle zwei Jahre um die Osterzeit mit einem Stück auftritt.

Untermieter gesucht

Der lustige Dreiakter strapazierte die Lachmuskeln der Zuschauer bis zum Anschlag. Das Publikum bog sich vor Lachen, weil Pfarrhaushälterin Hermine (Barbara Eichinger) dem geschäftigen Treiben im Pfarrhaus ein Ende setzen wollte. Die scheinheilige Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elfriede Engel (Manuela Schöberl) setzte derweil alles daran, bei den Pfarrgemeinderatswahlen gut abzuschneiden und wollte Nichte Uschi (Judith Eckert) ins Kloster schicken. Als der ehrwürdige Herr Pfarrer Alfons Teufel (Albert Hutzler) auch noch die Zimmer im Pfarrhaus vermieten wollte, um Geld für das neue Kirchendach zu beschaffen, erschien unerwartet Domkapitular Dr. Jüngling (Moritz Popelka), um für Ordnung zu sorgen.

Das traf auch Mesner Johannes Höll (Andreas Rückerl), der von Ehefrau Emma (Lisa Kraus) auf Trab gehalten wurde. Bis es nach drei Stunden zum Happy-End kam, gab es noch allerlei Verwicklungen und Vorkommnisse. In weiteren Rollen waren Johannes Brunner, Karin Schmidt, Nicole Hutzler und Günter Schmidt zu sehen. Als Souffleur agierte Lukas Schmidt.

Lokaler Bezug

Charakteristisch für die Dieterskirchner Theaterspieler ist, dass sie die Szenen des Stücks von Bernd Gombold an regionale Gegebenheiten anpassen. So fand das Kartenspiel im Pfarrhof deshalb statt, weil das Gasthaus Plecher zugemacht hat und das Bier in den anderen Wirtshäusern zu teuer ist. Als der Domkapitular den Pfarrer wegen seiner Machenschaften strafversetzen wollte, wählte er dafür Kulz aus. Die schauspielerische Leistung der Mitwirkenden ist dabei besonders hervorzuheben und hat für den guten Besuch gesorgt. In den zwei Pausen wurden die Gäste mit Getränken und Wienersemmeln versorgt, Kinder bis 16 Jahren erhielten einen Verzehrgutschein zum Kauf der Eintrittskarte dazu.

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