20.03.2013 - 00:00 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Astronomietag der "Sternenfreunde" - Von Geburt bis Supernova Blick ins Weltall fasziniert

Zum Astronomietag konnte der Vorsitzende der "Sternenfreunde Dieterskirchen", Johann Köppl, neben vielen Interessierten auch eine Reihe von Fachleuten willkommen heißen.

Zum ersten Astronomietag in Dieterskirchen waren mehrere Teleskope neben dem "Hexenhäusl" aufgestellt, mit denen Sterne und Planeten beobachtet werden konnten. Das größte, ein Newton-Teleskop in Dobson-Bauart (12 Zoll), gehört David Janousch (Zweiter, von links). Bilder: weu (2)
von Udo WeißProfil

Köppl begrüßte besonders David Janousch, Claus Zille und Hermann Schieder im "Hexenhäusl" und stellte den Plan der Sternwarte mit Planetarium kurz vor. Er hofft, dass die Genehmigung in der nächsten Woche erteilt wird. "Das Vorhaben steht auf drei Säulen", erläuterte er den Hobbyastronomen. Die finanzielle Basis werde von Dr. Heio Steffens gelegt, für Wasser und Strom sorge die Gemeinde und der Verein "Sternenfreunde" übernehme die anfallende Arbeit im laufenden Betrieb. Mit 50 Mitgliedern sei der Verein bereits gut aufgestellt, fasste Köppl zusammen.

Auf dem Gelände neben dem "Hexenhäusl" waren unterschiedliche Teleskope aufgestellt, mit denen Jupiter, Mond, Orionnebel, Plejaden, Krebs- und Eskimonebel zu sehen waren. Über die "Entstehung eines Sterns von der Geburt bis zur Supernova" referierte Dieter Beckmann aus Schönsee. Der ehemalige Mathe- und Physiklehrer am Max-Planck-Gymnasium in München, der auch Astrophysik unterrichtet hat, klärte die Zuhörer umfassend über das "Leben eines Sterns" auf, worüber er auch sein Buch "Astrophysik" geschrieben hat.
Seit dem Urknall sei die Welt in ständiger Entwicklung. Sterne, die einen vorgegebenen Brennstoffvorrat haben, hätten auch eine endliche Lebensspanne. Sehr helle, massereiche Sterne können nicht sehr alt sein. Geburtsorte der Sterne sind Wolken aus Gas und Staub. Diese Wolken ziehen sich unter der Wirkung der Schwerkraft zusammen, die Temperatur erhöht sich, die Fusion von Wasserstoff setzt ein, ein Stern ist "geboren". Geht der Brennstoff im Kern zur Neige, fällt die Temperatur, die Hülle des Kerns wird abgestoßen, der Stern kollabiert und es kommt zur Supernova.

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