11.02.2004 - 00:00 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Kommandoübergabe des 5. Panzerartilleriebataillons 115 - Hauptmann Freiberger verabschiedet Axel Greifzu neuer Kompaniechef

Die Soldaten und die Abordnungen der Vereine blieben standhaft. Trotz eines Schneesturms fand am Montagabend beim Kriegerdenkmal die Kommandoübergabe des 5. Panzerartilleriebataillons 115 statt. Der bisherige Kompaniechef, Hauptmann Robert Freiberger, wird von Oberleutnant Axel Greifzu abgelöst.

von Christof FröhlichProfil

Der scheidende Kompaniechef warf einen Blick zurück auf den 31. August 2002: Damals hatte er im Zuge einer Umstrukturierung die neue Feuerunterstützungsbatterie übernommen. Ende dieses Jahres erfuhr Robert Freiberger aber, dass er an einer schweren Krankheit leide; er konnte diesen Auftrag also nicht so ausführen, wie er sich das vorgestellt hatte. "Ich musste die Führung meiner Batterie Hauptmann Roland Troidl überlassen", sagte er. Dieser habe mit Unterstützung eines engagierten Führerkorps diese Aufgabe hervorragend gemeistert. Nur dadurch habe die gute Verbindung zur Patengemeinde Dieterskirchen weiter gepflegt werden können.

Nicht nur auf dem Papier

Trotz der Erkrankung von Hauptmann Freiberger gelang es, das gute Miteinander zwischen Patenbatterie und Patengemeinde aufrechterzuhalten, blickte Bürgermeister Hans Graßl zurück. "Dies zeigt, dass die Freundschaft nicht nur auf dem Papier besteht, sondern immer wieder mit Leben erfüllt wird", sagte der Bürgermeister. Graßl dankte Freiberger für das gedeihliche Miteinander und wünschte ihm Gesundheit, die Beibehaltung seines Optimismus, seines Kampfgeistes und seiner Willensstärke.

Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Robert Freiberger, erinnerte ebenfalls an die Batterieübernahme vor eineinhalb Jahren. In dieser Zeit habe sich die "Fünfte" von einer Ausbildungs- zu einer Einsatzbatterie gewandelt. Er stellte dabei das Aufgabenfeld eines Batteriechefs heraus, der als Führer, Ausbilder und Erzieher seiner Soldaten in besonderem Maße eine Vorbildfunktion ausübe. Daneben werde vom ihm gute Sachkenntnis und artilleristisches Fachwissen als Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gefordert. Nur so könnte die willige Gefolgschaft seiner Soldaten im Einsatz sichergestellte werden.

Dem Offizier sei es nicht möglich gewesen, den ihm übertragenen Auftrag so wahrzunehmen, wie er es sich wohl selbst vorgestellt hatte, bedauert der Standortälteste. Vielmehr mussten jener seine ganze Kraft für die Wiederherstellung seiner Gesundheit aufwenden. Diesen Kampf habe der Soldat in bewundernswerter Weise angenommen. "Sein Lebensmut und nicht zuletzt sein unbändiger Wille haben wesentlichen Anteil daran, dass es ihm im Augenblick wesentlich besser geht und er sich auf einem guten Weg befindet". Zum Dank zeichnete der Kommandeur Freiberger mit der Bataillonsehrennadel aus.

Zum Hauptmann ernannt

Oberleutnant Axel Greifzu bekam danach das Kommando über die "Fünfte" übertragen. "Er bringt die besten Voraussetzungen mit", so Freiberger. Als der neue Batteriechef seinem Kommandeur den Übergabeappell abmelden wollte, hatte dieser etwas dagegen und bemerkte: "Ich lasse mir diesen Appell doch nicht von einem Oberleutnant abmelden." Worauf er den leicht irritierten Greifzu zum Hauptmann beförderte.

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