30.09.2013 - 00:00 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Projekt mit Strahlkraft: 210 000 Euro "Leader-Förderung" für Planetarium und Sternwarte Interesse an Astronomie wecken

"Das Projekt hat enorme Bedeutung für die Region und darüber hinaus. Ich verspreche mir erhebliche Wirkung für Schulklassen und Seminare", sagte Landrat Volker Liedtke anlässlich der Übergabe des Leader-Förderbetrags für das Planetarium.

von Udo WeißProfil

Neben Dr. Heio Steffens und Johann Köppl, dem Vorsitzenden der "Sternenfreunde", der Architektin Regina von Wenz, Bürgermeister Johann Graßl (Dieterskirchen) und zweite Bürgermeisterin Johanna Gückel (Neunburg vorm Wald) konnte Liedtke auch die Vertreter der LAG Seenland und der LAG Brückenland Bayern-Böhmen im "Hexenhäusl" begrüßen.

Augenmerk auf Kinder

"Die hohe Fördersumme von 210 000 Euro ist der Beweis für die Bedeutung des Projekts", betonte Landrat Liedtke und freute sich über die Entstehung eines Planetariums im Landkreis. Sein Dank galt Dr. Steffens, ohne dessen "vorbildhafte Großzügigkeit" und die Dr.-Heio-und-Britta-Steffens-Stiftung das Projekt gescheitert wäre.

In einem kurzen Rückblick veranschaulichte Dr. Steffens den Werdegang des Planetariums und der Sternwarte. Angeregt durch die vielen Kinder und Jugendlichen, die am Ferienprogramm über Astronomie teilnahmen, entstand nach dem Tod seiner Frau die Idee zu dem Projekt. Mit Architektin Regina von Wenz wurde aus dem "geistigen Plan" etwas "Greifbares".
Die geplanten Kosten von etwa 500 000 Euro für das Planetarium und 150 000 Euro für die Sternwarte machten es erforderlich, einen Antrag auf Fördergelder zu stellen. "Mein Hauptaugenmerk liegt auf Schulen. Kinder und Jugendliche sollen Interesse an Astronomie bekommen", drückte Dr. Steffens seine Hoffnung aus. Bürgermeister Johann Graßl sprach von einem "Highlight für unsere Region" und meinte: "Das Planetarium wird die Attraktivität unseres Ortes enorm steigern." Auch er dankte allen, die an der Bewilligung des Förderantrags mitgewirkt haben.

Leader-Manager Hans-Michael Pilz vom Landwirtschaftsamt Neumarkt sprach ebenfalls von einem besonderen Tag. Dieser Förderbetrag sei der erste, der in einem Nicht-Leader-Gebiet vergeben werde, obwohl die EU sonst nur Leader-Regionen bezuschusse. Allerdings sei der Sitz der Stiftung in Neunburg vorm Wald (gehört zum "Oberpfälzer Seenland"), das Projekt sei wichtig für die ländliche Region und habe überregionale Bedeutung. Außerdem gehe das Engagement der führenden Personen weit über das normale Maß hinaus.

Schon 64 Mitglieder

Johann Köppl berichtete von der Vereinsgründung vor zehn Monaten mit 35 Mitgliedern, mittlerweile sind es 64. Zahlreiche Aktionen und auch die monatlichen Stammtische, die der Schulung der Vereinsfreunde dienen, werden gut angenommen. Mit dem Astrofotografen David Janousch sowie Jürgen Richthammer und weiteren fachkundigen Personen habe man erfahrene Fachleute, die an dem großen Ziel mitarbeiten, der Bevölkerung im ländlichen Raum Zugang zur Astronomie zu verschaffen.

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