23.02.2004 - 00:00 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Super Sketche beim Sportlerball in Dieterskirchen - "Toll-Kollekte" im Gemeindegebiet "Dorfbisler" und Körperwelten

Da ziehen uns die Bundes- und Landespolitiker schon an allen Ecken und Enden das Geld aus der Tasche, jetzt fangen die kleinen Dorfbürgermeister, möglicherweise auch schon damit an. Wie am Samstag zu erfahren war, hat in der Dieterskirchener Bürgermeister Hans Graßl in seinem Gemeindegebiet eine "Toll-Kollekte", den Meisten besser bekannt als "Maut", eingeführt.

von Christof FröhlichProfil

So war es jedenfalls in Bild und Ton auf einer riesigen Leinwand beim Sportlerball des TSV- Dieterskirchen in der Schulturnhalle zu sehen. Dass die Gemeindebürger, es waren fast alle in der brechend vollen Sporthalle anwesend, mit dieser Maut einverstanden wären, haben sie durch einen kräftigen Beifall für diese Sache bekundet.

Aktion mit "Cool-Kids"

Einmal mehr war der Sportlerball das Faschings-Highlight in der Gemeinde, denn die Verantwortlichen des TSV hatten, unter der Regie ihres Ober-Organisators Manfred Becher, wieder alle Register der Unterhaltungsmöglichkeiten gezogen: Den Gästen wurde neben der Tanzkapelle "Waldlerpower" ein Auftritt der "Cool-Kids", Sketche der Spitzenklasse und eine große Tombola im Rahmen des herrlichen Faschingsabends geboten.

Nach einigen Tanzrunden zeigten die "Cool-Kids" eine mit viel Begeisterung quittierte Tanzeinlage. Schon eine Stunde später dann der Höhepunkt des Abends, eine "videounterstützte Live-Show", bei der sich die "Prominenten" Pfarrer Schorsch Gruber, Frau Dr. Dr. Ottilie und Metzgermeister Wastl Plecher als Rateteam zur Verfügung stellten.

Der erste zu ratende "Promi" sah gleich "sauguat" aus und stellte sich als der unternehmensfreudige Metzgermeister Schöberl heraus, der im Zentrum von Dieterskirchen, sehr zum Leidwesen von Promi Plecher, eine regelrechte Wurstfabrik bauen will. Der zweite Promi hatte, so eine Orientierungshilfe für das Rateteam, in Dieterskirchen "etwas eingeführt". Wie sich herausstellte, war dies Bürgermeister Hans Graßl, der aus der fast nicht mehr zu bewältigenden Finanznot heraus, die "Straßenmaut" im Gemeindegebiet Dieterskirchen anleierte.

Auf einer riesigen Leinwand war zu sehen, wie die Inspektoren das Gemeindegebiet abfuhren und an den einzelnen Mautstellen eine Erfolgskontrolle durchführten. Die zahlreichen Gäste quittierten die verschiedenen Arten des Mauteinzugs mit Szenenapplaus, doch als der Bürgermeister persönlich den Kindern auf dem Schulweg ihre Pausenbrote abnahm, ging das einigen dann doch etwas zu weit. Der dritte zu erratende Promi, war dann nicht der Fleischbeschauer, wie Wastl Plecher meinte, sondern der "Totengräber Grufti", der sich mächtig darüber beschwerte, dass er wegen der immer noch nicht zustande gekommenen Friedhofserweiterung schon nicht mehr wisse, wo er seine "Kundschaft" hinlegen solle.

Büttenrede und Tombola

Als Lösungen könne er sich aber eine eigene Ausstellung "Körperwelten" in Dieterskirchen vorstellen. "Grufti" hielt auch noch eine zündende Büttenrede und einer der letzten Höhepunkte der "Live-Show" waren dann die vier "Dieterskirchener Dorfbisler", die im wahrsten Sinne des Wortes "die Hosen herunterließen", was jedoch alles noch im Rahmen des "Keuschheitsgebots" blieb.

Nach weiteren flotten Runden der Kapelle und intensiven Barbesuchen wurden bei der Maskenprämierung und bei der Tombola (bei der es sogar ein Mountanbike gab), die Gewinner ermittelt. Viele der Gäste kamen bei diesem Angebot erst "sehr früh" heim.

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