25.02.2018 - 15:08 Uhr
Dieterskirchen

Einführung einer Grundgebühr "optimalste Lösung" Neue Gebühren für Abwasser

Die Entscheidung fällt deutlich aus. Mit nur einer Gegenstimme spricht sich der Gemeinderat für die Einführung einer Grundgebühr im Zuge der neuen Entwässerungssatzung aus. Die Änderung tritt am 1. April in Kraft.

von Helga ProbstProfil

Die jährliche Grundgebühr beträgt je nach Zählergröße 40/60 oder 100 Euro und die Einleitungsgebühr erhöht sich auf 2,50 Euro pro Kubikmeter Abwasser. Ohne Grundgebühr müssten hier 2,67 Euro berechnet werden. Die Räte waren sich einig, dass die Einführung der Grundgebühr die optimalste Lösung ist.

Denn so würden auch Gebäude, die nicht bewohnt sind und kein Wasser abnehmen, mit einem geringen Beitrag zu den Investitionen ins Kanalsystem herangezogen. Christina Blommer, die zuständige Sachbearbeiterin bei der VG Neunburg, habe sich viele Gedanken gemacht, lobte Bürgermeister Graßl die Neukalkulierung der Benutzungsgebühren und Herstellungsbeiträge. "Wir haben uns für einen Zweijahres-Zeitraum entschieden, weil wir damit einfach flexibler sind", erklärte Blommer. In den nächsten zwei Jahren sollen verstärkt Daten über den Zustand des Kanalnetzes gesammelt werden, um mögliche Sanierungsmaßnahmen strukturiert planen zu können.

Daten zum Kanalnetz

Lediglich zur Information wurde das Ergebnis der Jahresrechnung 2017 der Gemeinde Dieterskirchen bekanntgegeben. Jetzt kann der Rechnungsprüfungsausschuss die Jahresrechnung prüfen. Danach und nach Erledigung eventueller Prüfungserinnerungen ist die Jahresrechnung durch den Gemeinderat festzusetzen. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit rund 1,6 Millionen Euro ab. Das Volumen des Verwaltungshaushalts liegt um rund 81 923 Euro über den Ansätzen des Haushaltsplanes 2017. Unvorhergesehene Nachzahlungen sorgten für Mehreinnahmen von 38 213 Euro bei der Gewerbesteuer.

Der Einkommensteueranteil erhöhte sich um 27 283 Euro gegenüber dem Ansatz. Nachdem die Gewerbesteuereinnahmen höher waren, musste auch eine entsprechend höhere Gewerbesteuerumlage entrichtet werden (27 079 Euro). Beim Verwaltungs- und Betriebsaufwand wurde der Ansatz um 53 735 Euro unterschritten, da unter anderem weniger für den Winterdienst, die Bewirtschaftung von Gebäuden und die Klärschlammentsorgung ausgegeben werden musste.

Dem Vermögenshaushalt können 303 000 Euro zugeführt werden und die ordentliche Tilgung beträgt 74 626 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung verringerte sich zum 31. Dezember von 790,11 Euro auf 711,11 Euro. "Die Zahlen stehen für eine angenehme, entspannte Situation", sagte Graßl und lobte die hervorragende Aufstellung der Jahresrechnung durch Kämmerin Martin Held.

Bauanträge genehmigt

"Jetzt können wir wieder vernünftig planen und investieren", war der Bürgermeister überzeugt. In der Gemeinderatssitzung wurden auch zwei Bauanträge einstimmig genehmigt. Anneliese und Johann Deyerl können eine Lagerhalle als Ersatzbau für eine abgebrannte Halle in Bach errichten. Das gemeindliche Einvernehmen erhielt auch Stefan Forster für den Neubau einer Maschinenhalle für landwirtschaftliche Geräte in Dieterskirchen.

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