26.03.2018 - 17:18 Uhr
Dieterskirchen

Kindergarten platzt aus allen Nähten Zu wenig Plätze für Kinder

"Wir haben zu viele Kinder", sagt Bürgermeister Johann Graßl angesichts der hohen Zahl an Anmeldungen für das kommende Kindergartenjahr. Damit drückte er aber sogleich seine Freude aus über die positive Geburtenentwicklung in der Gemeinde. Einigkeit herrschte bei der Gemeinderatssitzung, dass man eine weitere Gruppe einrichten muss.

Im Kindergarten St. Ulrich (links) wird eine zweite Vormittagsgruppe eingerichtet. Dafür werden auch Räume der Schule genutzt. Bild: weu
von Udo WeißProfil

Dies ist erforderlich, um allen 50 gemeldeten Kindern (11 für die Kinderkrippe, 39 für den Kindergarten) einen Platz anbieten zu können. Da derzeit nur sieben Krippenplätze und 33 Kindergartenplätze genehmigt sind, wurde in einem gemeinsamen Gespräch mit Kindergartenleitung und Bürgermeister beschlossen, eine reine Krippengruppe mit 11 Kindern und zwei Vormittagsgruppen im Kindergarten St. Ulrich einzurichten.

Förderprogramm

Die zweite Gruppe soll im Raum der Schüleraufsicht untergebracht werden, auch die Nebenräume (Kindergartenleiterinnen-Zimmer und Putzkammer) sollen umgenutzt werden. Graßl nannte auch das in diesem Zusammenhang interessante Sonderinvestitionsprogramm des Bundes, nach dem die Umbauten und Ausstattungen anlässlich von Kindergartenplätzen mit 85 Prozent gefördert werden können, allerdings liegt die Bagatellgrenze bei 100 000 Euro. Zusätzlich müsse noch weiteres Personal eingestellt werden, was angesichts des sehr guten Betriebsklimas sicher keine Probleme bereiten wird, ist sich Graßl sicher. Für die Krippengruppe sind dies eine Fachkraft und zwei Ergänzungskräfte, für die Gruppe im Kindergarten eine Fachkraft und eine Ergänzungskraft. Das Gremium beschloss, die Gruppe einzurichten, die Stellen auszuschreiben und ein Büro zur Kostenermittlung zu beauftragen sowie den Förderantrag zu stellen. Unter dem Vorbehalt, dass der Kreisbrandrat zustimmt, wurde der in der letzten Dienstversammlung der Feuerwehr Bach zum stellvertretenden Kommandanten gewählte Sebastian Schmid vom Gemeinderat bestätigt. Die erforderlichen Lehrgänge sind binnen 12 Monaten nachzuweisen.

Schnell abgehandelt war die Bauvoranfrage zum Neubau eines Heu-/ Strohlagers durch Erwin Schöberl. Es handelt sich um ein Bauvorhaben im Außenbereich, zu dem noch keine Privilegierung vorliegt. Der Antragssteller beabsichtigt zur Altersversorgung eine Nebenerwerbslandwirtschaft zu betreiben. Da die Entstehung einer Splittersiedlung zu erwarten ist und das Bauvorhaben dem Flächennutzungsplan widerspricht, wurde das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt. Der Bürgermeister informierte, dass bei einer verdeckten Geschwindigkeitsmessung in Dieterskirchen innerhalb von 24 Stunden dreißig Fahrzeuge schneller als 100 Stundenkilometer fuhren und 99 mit 80 oder 90 km/h. Die großen Bilder des Kreuzweges sind restauriert worden, die Bilder der Stationen müssen noch hergerichtet werden.

Granitsäulen säubern

Für das Säubern der Granitsäulen hat sich Erhard Fischer angeboten. Man habe bereits 2015 die Renovierung des Kreuzweges durch den heimischen Kunstmaler Robert Bergschneider ins Auge gefasst, was aber aus gesundheitlichen Gründen nicht durchgeführt und deshalb an eine auswärtige Firma vergeben wurde.

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