Adventskonzert in Dieterskirchen
Mit dem Stern von Bethlehem

Die Dieterskirchner Sänger gefielen mit mundartlichen Weisen.
Vermischtes
Dieterskirchen
19.12.2016
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Ein Lichtermeer am Vorplatz der Kirche St. Ulrich, die große Krippe und vier brennende Kerzen am Adventskranz stimmten die Gäste auf das Konzert ein. Ein Textbeitrag handelte von Wissenschaft und Astrologie und der eindeutigen Botschaft des Sterns von Bethlehem.

Das Adventskonzert in der Pfarrkirche, welches von Schnupferclub und Musikverein ausgerichtet wird, hat Tradition. Mit "Herbei ihr Gläubigen" empfing die Blaskapelle Dieterskirchen die Besucher im übervollen Gotteshaus. Anton Ebenschwanger wies auf die kommende Zeit hin, die wichtig sei, um inne zu halten, Freude zu geben und das nachzuholen, was sonst auf der Strecke bleibt.

Die Nachwuchs- und Jugendmusiker glänzten mit bekannten Liedern wie "Kommet ihr Hirten", "O du fröhliche" und "Kling Glöckchen" und zeigten bereits ausgeprägtes Können. Volkstümliche Weisen in Mundart waren von den Dieterskirchner Sängern zu hören. Die angenehmen Männerstimmen sangen "Fallt da Schnej staad", "Da Wold is vowaht" und "Advent is a leucht'n" und erzeugten damit heimelige Stimmung und Wohlbefinden. "Gedanken zum Advent", trug Pfarrer Markus Urban vor. Obwohl Advent die Zeit des Wartens und der Besinnung sei, herrsche Hektik und niemand genieße die Zeit. Adventliche Menschen hingegen suchen Gelegenheit, die zu besuchen, die Hilfe brauchen, und weisen auf das Wesentliche hin, wodurch Freude und Dankbarkeit entstehen können.

"Halleluja" der Bläser

"In der Stille angekommen" und "Zeit ist voller Hoffnung" waren Lieder des Chors "Ganz und Gar", die auf das Wesentliche zu Weihnachten hinwiesen. Mit "Tochter Zion" setzten sie eine besondere Akzentuierung. Als ein Höhepunkt des Konzerts darf sicher das "Halleluja" von Leonhard Cohen bezeichnet werden, das die Blaskapelle gefühlvoll vortrug. Akzente setzten auch die "Petersburger Schlittenfahrt" und die musikalische Weihnachtsgeschichte "Bethlehem", bei welcher der große Chor zusammen mit der Blaskapelle ein kleines Oratorium aufführte. Lieder wie "Stern über Bethlehem" und "In der Nacht von Bethlehem" wurden gesungen und Christa Bergschneider las dazu Geschichten vor. In einem Text über Sterne stellte sie die Erkenntnisse der Wissenschaft dem Hang zur Astrologie gegenüber, bei der man die Deutung der Sterne mittels Horoskop in sein Leben einbezieht. Dies sei jedoch nur ein Strohhalm, an den sich Menschen klammern. Eindeutig sei dagegen die Botschaft des Bethlehemsterns.

Bürgermeister Johann Graßl betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, in einer kleinen Gemeinde so viele erstklassige Sänger und Musiker zu haben. Dies sei das Verdienst des Musikvereins. Graßl dankte allen Mitwirkenden und wünschte ein frohes Weihnachtsfest. Dank sagte auch Georg Bergschneider allen Gruppen. Er lud zum gemütlichen Beisammensein auf dem Vorplatz der Kirche ein, wo bei Glühwein, Würsteln und Waffeln der Abend ausklang und der Nikolaus die Kinder beschenkte.
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