Dieterskirchner Obstlehrpfad besteht seit 20 Jahren
Stelldichein mit "Gräfin von Paris"

Groß war die Auswahl an Naturprodukten, die beim Jubiläum "20 Jahre Obstlehrpfad" angeboten wurden. Bilder: weu (4)
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Dieterskirchen
17.10.2017
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Johann Köppl führte als "wandelndes Lexikon" die vielen Gäste über den Obstlehrpfad und gab wertvolle Informationen zu Natur und Obstsorten.

Wer weiß schon, dass die "Gräfin von Paris" und die "Köstliche von Charneau" Birnen sind und dass es sich beim "Öhringer Blutstreifling" und dem "Red Tapaz" um Äpfel handelt? Birnen, Äpfel und Quitten soweit das Auge reicht, waren in der Grundschulaula zum 20-jährigen Bestehen des Obstlehrpfads ansprechend aufgebaut.

Von über 100 Sorten wusste man die Namen, mehr als 40 konnten nicht zugeordnet werden. Zur "Geburtstagsfeier" begrüßte Bürgermeister Johann Graßl besonders die Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder (SPD) und Karl Holmeier (CSU) sowie stellvertretenden Landrat Jakob Scharf. Er freute sich über das Kommen viele Weggefährten, die die Idee des Obstlehrpfades begleitet haben.

350 Bäume gepflanzt

Unter dem damaligen Bürgermeister Hans Schwendner und mit Unterstützung durch Obstbaumspezialist Dr. Günter Gilch und weiteren Personen entstand 1991 die Idee, 350 Bäume zu pflanzen, um die durch die Flurbereinigung verloren gegangenen, teilweise alten Obstsorten wieder anzupflanzen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Einweihung fand sechs Jahre später statt - am 24. Oktober 1997. Das Bestreben war auch, mehr Werbung für die Gemeinde zu machen. 20 Jahre den Obstlehrpfad, der durch Beeren, Hecken und Wasserflächen zum Naturlehrpfad geworden ist, zu pflegen, erfordere engagierte Personen.

Graßl dankte dem Gartenbauverein sowie den Ehrenamtlichen Toni Forster, Oskar Chladt, Alfons Richthammer und Benno Lehner mit einer Flasche Wein. Johann Köppl, der zeitweise täglich in der Anlage nachschaut, Bäume beschneidet, Ersatzpflanzungen vornimmt und für den der Obstlehrpfad eine Herzensangelegenheit ist, erhielt einen Gutschein fürs Genusswerk. Marianne Schieder sagte in ihrem Grußwort, dass Gartenarbeit zu ihren Leidenschaften gehört. Die Idee des Obstlehrpfades habe sie von Anfang an begeistert, da sie besonders die alten Sorten schätzt. Das umfangreiche Programm zur 20-Jahr-Feier umfasste auch eine Obstsortenbestimmung durch den Pomologen (Obstwissenschaftler) Tino Gmach.

Basteln und Führung

In einer Schätzaktion mit Kastanien in einem Glas gab es tolle Preise zu gewinnen. Verschiedene Honigsorten, Marmeladen, Löwenzahngelee, Sirups, Apfelsaft und Äpfel konnten gekauft werden. In einer Fotoausstellung wurden die Aktivitäten rund um den Obstlehrpfad informativ dargestellt. Die Kinder konnten mit Kastanien und Eicheln basteln oder mit Stempeldruck Birkenscheiben gestalten. Mit Kaffee und Kuchen war für das leibliche Wohl gesorgt.

Interessantes Objekt war eine alte Obstpresse aus den dreißiger Jahren, die die Familie Hanauer, Hohenthal, vom damaligen Gartenbauverein abgekauft hat. Schließlich gab es das Dieterskirchener Jahrbuch "Gut durch das Jahr" mit Rezepten, Gartentipps, Rätseln und Geschichten zu kaufen. Hingucker waren die kreativen Dekorationen am Eingang, die Uli Fuchs und Manfred Schafbauer aufgebaut hatten. Bei den Führungen durch den Obstlehrpfad erklärten Monika Roßkopf und Johann Köppl den Gästen die verschiedenen Obstsorten. Sie wiesen die zahlreichen Besucher auch auf Pflegemaßnahmen und Verwendungsmöglichkeiten des Obstes hin.
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