21.03.2018 - 14:44 Uhr
Dieterskirchen

Frauenbund Dieterskirchen kennt sich aus mit Methoden von Pfarrer Kneipp Wassergüsse mit Heilwirkung

"Saufen woll'n sie alle, aber sterben will keiner." Mit derben Zitaten des berühmten Pfarrers Sebastian Kneipp untermalt Monika Ermer Heilmethoden, die der Bürgermeister beim Frauenbund testen kann.

Etwas skeptisch blickt Bürgermeister Hans Graßl, als die Fachfrau für Pflanzenheilkunde, Monika Ermer, Armgüsse nach Art von Pfarrer Sebastian Kneipp an ihm demonstriert. Bild: weu
von Udo WeißProfil

Monika Ermer, Fachfrau für Heilpflanzenkunde aus Schneeberg, ging bei der Jahresbilanz des Frauenbundes zunächst auf die Lebensgeschichte des 1821 bei Ottobeuern geborenen Sebastian Kneipp ein. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, hat er sich durch die Anwendung von kalten Bädern bei seiner Tuberkuloseerkrankung selbst geheilt. Schon früh erforschte der spätere Pfarrer von Wörishofen die Wirkung von Pflanzen und das Zusammenspiel von Nahrung und Bewegung, schrieb Bücher und hielt Vorträge. Als er mit 76 Jahren starb, habe er eine einzigartige Naturheilmethode hinterlassen, die heute aktueller denn je sei.

Fünf Säulen

In ihrem unterhaltsamen Vortrag stellte die Referentin die fünf Säulen der Gesundheit nach Kneipp vor, die in Heilpflanzen, Ernährung, Bewegung, Wasser und Lebensordnung zu finden sind. Seine Wasseranwendungen und -güsse machten ihn berühmt. Wassertreten, Knieguss und Armguss sowie Gesichtsguss wurden demonstriert und in ihrer positiven Wirkung erläutert. Die Gesundheitsküche soll aus viel Gemüse und wenig Fleisch bestehen. Regionale, saisonale Produkte und ballaststoffreiche Ernährung sind zu bevorzugen. Wandern, Radfahren und Schwimmen sorgen für mehr Beweglichkeit und Freude am Leben und sollten sinnvoll in den Alltag integriert werden. Eine gesunde Lebensweise, zu der das Bemühen um seelische Ausgeglichenheit gehört, ist die vierte Säule des Gesundheitskonzepts von Kneipp.

Schließlich empfahl die Referentin Heilpflanzen wie Brennnessel, Giersch, Schafgarbe, Löwenzahn. Sie stellte weitere Kräuter in ihrer Wirkungsweise vor, die als Salat, Tee, Gewürze, Wickel und Badezusatz wertvolle Dienste leisten. Abschließend bedankte sich Frauenbund-Vorsitzende Heike Klein bei Monika Ermer mit einem Blumengesteck.

"Mütterlicher"

Zur Jahreshauptversammlung waren auch Pfarrer Markus Urban und Bürgermeister Johann Graßl gekommen. Pfarrer Urban ermunterte die Frauen, Verantwortung zu übernehmen und in der Kirche mitzuarbeiten, denn "durch die Mitarbeit von Frauen entsteht eine lebendige Pfarrgemeinde, die Kirche wird mütterlicher und familiärer".

Der Geistliche bedankte sich ebenso wie Bürgermeister Graßl für die immerwährende Mithilfe des Frauenbundes. Graßl betonte, dass der gute Besuch der Versammlung die Zufriedenheit mit dem Frauenbund widerspiegle. Monika Hödl erinnerte an die Veranstaltungen, die für die 119 Mitglieder organisiert worden sind: Weiberfasching, Einkehrtag mit Pfarrer Edmund Prechtl, Palmbüschelbinden, Maiandachten, Bittgang nach Pottenhof, Bastelabend und Weihnachtsfeier mit der Veeh-Harfen-Gruppe. Als größeres Projekt ist ein Kuchenverkauf beim Bürgerfest im Juli und beim 10- Jährigen des Musikvereins im Juni geplant.

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