08.11.2017 - 14:52 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Jägerschlag krönt Hubertusfeier Freispruch per Hirschfänger

Festliche Klänge aus Jagdhörnern eröffnen die Hubertusfeier der Kreisgruppe Neunburg. Im Gottesdienst pflegen die Weidmänner und -frauen das Gedenken an ihren Schutzpatron. Bei der weltlichen Feier rücken die Jungjäger in den Mittelpunkt.

Mit Jagdsignalen und traditionellen Stücken gestalteten die Jagdhornbläser der Kreisgruppe die Hubertusfeier in Dieterskirchen. Bild: agr
von Autor AGRProfil

-Neunburg. Die feierliche Hubertusmesse zelebrierte Pfarrer Markus Urban in der Pfarrkirche Sankt Ulrich in Dieterskirchen. Zum Auftakt der Feier, mit der die Kreisgruppe Neunburg im Bayerischen Jagdverband den heiligen Hubertus als Schutzpatron der Jagd feierte, ließen die Mitglieder der Neunburger Jagdhornbläser unter der Leitung von Elisabeth Wittmann ihre Instrumente erklingen. In seiner Predigt stellte der Geistliche das Waidwerk und die Jäger in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen.

Respekt vor dem Schöpfer

Zum Auftakt des weltlichen Teils der Hubertusfeier stellte sich Martin Prey als neuer Vorsitzender der Waldbesitzvereinigung Neunburg-Oberviechtach vor. Er sah es als Aufgabe für die Zukunft an, die Natur und insbesondere den Wald für die Anforderungen des Klimawandels und durch verschiedene Umwelteinflüsse zu rüsten. Und bei allem technischen Fortschritt gelte es nach wie vor, Gott als Schöpfer den nötigen Respekt zu zollen. Auf die Bedeutung des Übungsschießens als wichtiges Element für eine verantwortungsbewusste Jagdausübung ging Franz Sedlmeier als Vorsitzender der Kreisgruppe ein. Denn ohne einen gut gezielten Schuss könne das anvisierte Wild einem qualvollen Tod erliegen. Beim Übungsschießen der Kreisgruppe am neuen Schießstand in Nabburg hatten 18 Teilnehmer angelegt. Die ersten Bronzeabzeichen übergab Sedlmeier an Stefan Götz (36 Punkte) und Simon Sedlmeier (37 Punkte).

"Zum Jäger weihen"

Die traditionelle Weise "Ein Jäger aus Kurpfalz", intoniert durch die Jagdhornbläser, leitete danach den Jägerschlag ein, mit dem die Jungjäger nach bestandener Prüfung offiziell in den Kreis der Weidmänner aufgenommen wurden. Im Mittelalter galt der "Jägerschlag" als eine Art Freispruch für alle, die das Handwerk des Jägers erlernten. Der Brauch geht auf die "Wehrhaftmachung" der Jagdanwärter in früherer Zeit zurück. Franz Sedlmeier verwies darauf, dass die Jägerprüfung heuer zum 20. Mal im Bereich der Kreisgruppe abgelegt wurde. Zu den Worten "Der erste Schlag soll dich zum Jäger weihen. Der zweite Schlag soll dir die Kraft verleihen, zu üben stets das Rechte. Der dritte Schlag soll dich verpflichten, nie auf die Jägerehre zu verzichten" wurden die Jungjäger mit einem Hirschfänger drei Mal an der Schulter berührt.

Zu Ehren von Norbert Bartsch (Weiding), Werner Biebl (Neukirchen-Balbini) David Christmann (Moosburg/Isar), Kathrin Gleißner (Leuchtenberg), Christine Landkammer (Neunburg), Maria Landkammer (München) Philipp Licha (Rötz), Marco Piehler (Schmidgaden), Stefanie Piehler (Nittenau), Roman Polleti (Schmidgaden), Markus Raab (Fensterbach), Michael Ries (Schmidgaden), Stefan Rückl (Regenstauf), Andreas Schwenda (Schwandorf) und Antje Zwicknagl (Schönthal) erklang außerdem noch eine "Ehrenfanfare".

Zusätzlich zu ihrem Jägerbrief empfingen die neuen Weidmänner und -frauen aus den Händen des Kreisgruppenleiters noch eine langstielige Rose.

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