20.03.2018 - 20:00 Uhr
Dieterskirchen

Terminvorschau und Vortrag Aktives Gartenjahr wartet

Das Gasthaus "Alter Wirt" war übervoll, als die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Dieterskirchen, Monika Roßkopf, die Frühjahrsversammlung eröffnete. Sie blickte auf das Jubiläum des Vereins zurück, das mit Führungen durch den Obstlehrpfad und der Obstausstellung zu einem großartigen, von vielen Gästen besuchten Erlebnis wurde. Ihr Dank galt Johann Köppl, der jetzt im Frühjahr bereits wieder die 400 Bäume des Obstlehrpfades pflegt, und sie bat um weitere Helfer für die umfangreichen Arbeiten.

Christine Sturm informierte beim OGV über "effektive Mikroorganismen (EM)". Bild: weu
von Udo WeißProfil

Für Freitag, 20. April, ist das Maibaumkranzbinden geplant, am 5. Mai findet wieder die beliebte Pflanzentauschbörse (mit Kaffee und Kuchen) statt. Bürgerfest und Jubiläum des Musikvereins sind weitere Aktivitäten, an denen sich der Gartenbauverein beteiligt. Daneben gibt es ein breitgefächertes Kinderprogramm mit Besuch bei den Bienen von Annemarie Hubatsch sowie Bastelveranstaltungen. Die Pflege der öffentlichen Anlagen in Dieterskirchen ist Daueraufgabe des Vereins. Im zweiten Teil des Abends ging es um "Effektive Mikroorganismen (EM)". Wie Referentin Christine Sturm erklärte, wurden diese von dem japanischen Agrarwissenschaftler Professor Teruo Higa entdeckt und finden seit 1982 international Verwendung. Als Mikrobenmischung von Milchsäure- und Photosynthesebakterien, Hefen und fermentaktiven Pilzen produzieren sie, wenn sie mit organischem Material zusammengebracht werden, eine Fülle von nützlichen Substanzen wie Vitamine, organische Säuren und Antioxidantien. Starke regenerative Kräfte, die durch die perfekte Symbiose der Mikroorganismen in EM erzeugt werden, entwickelten überraschende Wirkungen. "Gesundes Bodenleben wird so ermöglicht und damit optimale Wachstumsbedingungen", stellte die Referentin fest. Auf diese Weise könnten hohe Erträge im Gartenbau und in der Landwirtschaft erzielt werden.

Viele Böden seien durch zu viel Dünger im Ungleichgewicht. EM sei ein Bodenhilfsstoff, der das biologische Gleichgewicht und einen gesunden Kreislauf herstelle. Pilze wie Mehltau und Krautfäule würden zurückgehen, wusste Christine Sturm aus eigener Erfahrung zu berichten. Im Weiteren beschäftigte sie sich mit der Herstellung von "Bokashi". Darunter versteht man die Fermentation von Küchenabfällen oder auch Rasenschnitt unter Zuhilfenahme von Gesteinsmehl, EM und Pflanzenkohle. Als Mulch auf die Beete aufgebracht, entstehe im Laufe von Jahren eine ertragreiche, tiefgründige Humusschicht. Dass EM auch im Haushalt Verwendung findet, erläuterte die Referentin zum Abschluss. Monika Roßkopf bedankte sich für die vielen Informationen.

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