29.04.2018 - 20:00 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Hubert Treml und Franz Schuier treten im Pfarrsaal in Ebermannsdorf auf: Sehr lustig und ein wenig traurig

"'s Lebn is a Glücksach'" - davon sind Hubert Treml und Franz Schuier überzeugt. Im voll besetzten Pfarrsaal der Bruder-Konrad-Kirche lassen sie auch die Gäste an ihrer Einstellung zum Leben und überhaupt teilnehmen.

Hubert Treml und Franz Schuier begeistern das Publikum bei ihrem Auftritt im Pfarrsaal. Bild: wec
von Christine Wendl - wecProfil

Gemeindereferentin Kathrin Blödt begrüßte das Kleinkunst-Duo im Namen der veranstaltenden Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderats. Treml freute sich, anlässlich des Konrad-Patroziniums auftreten zu dürfen, sei er doch selbst in St. Konrad groß geworden. Allerdings in Weiden.

Stimmgewaltig und mit viel Witz und Charme erzählte er in den folgenden zwei Stunden von quasi einer Fortsetzung des Brandner Kaspers, der ja bereits vor einer Ewigkeit vom Boandlkramer in dieselbige abgeholt worden war. Diesmal hat der eine Mission im Tegernseer Land zu erfüllen, kommt jedoch aufgrund technischer Mängel des himmlischen Navis in Brennsuppengrün irgendwo bei Hof heraus. "O Gott! In Oberfranken!", entfährt es da dem waschechten Oberpfälzer. Er stößt auf einen Bulldog fahrenden Menschen, den er Bissl nennt (weil er "a bissl" mitfährt). Mit ihm macht er sich auf den Weg ins Tegernseer Land, immer entlang der B 15. "Ebermannsdorf liegt ja grob gesehen auch direkt an der B 15. Also, relativ gesehen zumindest - wenn man es zum Beispiel mit Hongkong vergleicht ...", erklärte der große Mann mit dem kleinen Hut, der aus seiner Gitarre alles rausholt, was niemand darin vermutet hätte.

Treml, der sich selbst als Möchtegern-Musiker bezeichnet, wurde nicht direkt im Hintergrund, aber sehr hintergründig von Franz Schuier auf dem Piano begleitet, gelegentlich auch stimmlich, was die lustige Geschichte manchmal fast wie ein Musical wirken ließ. Der Bissl kurvt mit dem Brandner Kasper und dem Boandlkramer auf dem Bulldog immer entlang der B 15.

Erzähler Treml band auf dieser Reise nicht nur die entlang der Strecke liegenden Sehenswürdigkeiten sowie die dort herrschenden Dialekte, sondern auch das Publikum mit ein. Mittendrin immer wieder musikalische Crescendos, oft bekannte Melodien, aber auch viele eigene Songs.

Treml verstand es vorzüglich, sein Publikum zu begeistern, er sang stimmgewaltig mit vollem Herzblut und schenkte seiner Gitarre nichts. Mittendrin wurde die Story sentimental und fast traurig, schließlich war die Moral von der Geschicht: "'s Leben is a Glücksach'!" Die beiden Künstler wurden erst nach mehreren, mit donnerndem Applaus geforderten Zugaben von der Bühne entlassen. Nicht nur die Verantwortlichen aus der Pfarrei, die sich um die Bewirtung der Gäste gekümmert hatten, zeigten sich vollauf zufrieden mit dem gelungenen Abend.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.