11.02.2018 - 20:00 Uhr
Ebermannsdorf

Aus der Gemeinderatssitzung in Ebermannsdorf Ordentlicher Mobilfunk in Sicht

In den meisten Orten ist er selbstverständlich, in Ebermannsdorf und Pittersberg nicht: ordentlicher Mobilfunkempfang. Die Gemeinde verfügt über keine eigene Anlage, weil eine Bürgerinitiative den Bau eines Senders abgelehnt hat.

von Externer BeitragProfil

Viele Ebermannsdorfer und Pittersberger kennen das Problem: In der Kommune ist ein guter Handy-Empfang ein Glücksfall. Manche Gebiete, vor allem jene in den höheren Lagen, werden von Antennen in Nachbargemeinden noch einigermaßen mitversorgt, doch in Tallagen gibt es Funklöcher. Die Stimmen, die eine Verbesserung der Situation seit Jahren einfordern, seien laut einer Presse-Info aus dem Rathaus nicht zu überhören. Bürgermeister Josef Gilch hat Verständnis: "Wir müssen nun die Infrastruktur des 21. Jahrhunderts schaffen", sagte er im Gemeinderat.

Die Forderung der Bürger nach einer Verbesserung des Handyempfangs sei zuletzt immer lauter geworden. Nun scheint sich Licht am Ende des Tunnels bezüglich der Mobilfunksituation verschiedener Gemeindeteile in Ebermannsdorf aufzutun. Seit Herbst liefen Gespräche zwischen Gemeinde und Telekom zur Verbesserung des Handyempfangs in Ebermannsdorf, Pittersberg und Arling. Schafhof, Diebis und Ipflheim sind bereits gut versorgt. Der Gemeinderat hatte der Telekom 2017 einen Standort bei der ehemaligen Sandgrube vorgeschlagen. Der sei aber, laut Karin Ehrhardt von der Telekom, nicht geeignet, um Ebermannsdorf ausreichend zu versorgen.

Normalerweise gehe die Telekom mit ihrem Sender heutzutage fast immer in die Mitte eines Ortes. Da aber auch die Autobahn versorgt werden müsse wäre ein Sender im Bereich des Friedhofes die beste Wahl. Da die Gemeinde dort ein Grundstück besitzt, sprach sich die Mehrheit der Räte für diesen Standort aus. Die Telekom wird darauf einen etwa 30 Meter hohen Mast errichten und auch die Antennen anderer Anbieter zulassen. "Eine Realisierung ist jedoch nicht vor Herbst 2018 zu erwarten", teilte die Konzernsprecherin mit.

Auch für Pittersberg zeichnet sich eine Verbesserung ab. Dort stellt die Gemeinde im Bereich der neuen Brücke nach Freihöls ein Grundstück zur Verfügung. Auf der anderen Seite des Berges Richtung Kreuth soll bei der Einfahrt nach Arling ein Sender entstehen. Wegen der topographischen Lage hätte der von der Gemeinde vorgesehene Standort am Hochbehälter nichts gebracht.

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