Ebermannsdorfer Rat auf Infofahrt
Feuerwehr hat Nachholbedarf

Freihungs FFW-Kommandant Andreas Luber und 2. Bürgermeister Helmut Klier (vorne, Dritter und Vierter von links) zeigten den Ebermannsdorfer Räten und Bürgermeister Josef Gilch ihr Feuerwehrhaus. Bild: wec
Politik
Ebermannsdorf
12.12.2016
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Ebermannsdorf/Freihung. Eine Informationsfahrt nach Freihung, zum 2014 eingeweihten Feuerwehrhaus, unternahmen die Ebermannsdorfer CSU-Gemeinderäte mit Bürgermeister Josef Gilch. Ziel des Ausflugs war es, das nach aktuellen Standards und Sicherheitsvorschriften erbaute Gebäude mit dem eigenen in Ebermannsdorf zu vergleichen.

Freihungs 2. Bürgermeister Helmut Klier und Kommandant Andreas Luber führten die Politiker durch das Freihunger Feuerwehrhaus. Schnell wurde klar, dass man bei einigem von dem, was der Gesetzgeber vorschreibt, in Ebermannsdorf nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist.

Interessiert inspizierten die Räte das Gebäude mit drei Stellplätzen, die Waschhalle, den Schlauchturm und die Verwaltungsräume. Das neue Feuerwehrhaus haben die Freihunger FFW-Kräfte mit viel Eigenleistung und über einen Zeitraum von vier Jahren errichtet. Trotzdem musste der Markt Freihung noch eine Million Euro Baukosten tragen. Gilch resümierte beim abschließenden Meinungsaustausch im Feuerwehr-Stüberl, dass vieles von dem, was die eigenen Aktiven wünschten, tatsächlich dem entspreche, was der Gesetzgeber vorschreibt: "Bei uns besteht noch Nachholbedarf", bilanzierte Gilch mit Blick auf den eigenen Schulungsraum, Stellplätze und Waschanlagen.

Von den Erfahrungen anderer profitierenIn Freihung gibt es neben der Haupt-Feuerwehr noch vier weitere in den Ortsteilen, in Ebermannsdorf sind es nur zwei. Das Einsatzaufkommen ist etwa gleich.

Erich Meidinger meinte, dass die Standortfrage für ein neues Feuerwehrhaus in Ebermannsdorf problematisch sein könnte: Der Flächenbedarf dafür sei heutzutage enorm. Damit kämen nur Plätze im Tal oder auf dem Bergkamm in Frage. Bereits beim Bau des jetzigen Feuerwehrhauses 1990 habe es dieses Problem wohl auch gegeben: Warum sonst sei das Haus damals so klein gebaut worden - und ohne direkte Straßenzufahrt für die Einsatzwagen und ohne Parkplätze? Wie sonst wäre es den Bürgern zu erklären, dass man nach so kurzer Zeit schon wieder ein neues Gebäude bauen müsse? Die Ebermannsdorfer Gemeinderäte waren sich schließlich einig, dass - egal, wo und wie - dieses Projekt nicht sofort umgesetzt werden könne. Allein für Planung und Bauzeit in Eigenleistung der Feuerwehrleute müsse man mit mindestens fünf Jahren rechnen. Thomas Wiedenbauer plädierte dafür, sich auf alle Fälle noch weitere neue Feuerwehrhäuser anzusehen, um von den Bau-Erfahrungen anderer zu profitieren. (wec)
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