01.08.2017 - 20:00 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Interessengemeinschaft sammelt Unterschriften Bürgerbegehren "Alternative-Mitte

Wie sehr das lokalpolitisch diskutierte Thema Neue Mitte die Ebermannsdorfer beschäftigt, wurde bei einer Veranstaltung der Interessengemeinschaft (IG) Alternative Mitte Ebermannsdorf klar. Trotz Ferienbeginn und Sommerwetter war das STC-Stüberl voll besetzt. Per Leinwandprojektion wurde von den Initiatoren noch einmal verdeutlicht, welche Dimensionen die vorgelegte Planung umfasst.

von Externer BeitragProfil

Laut einer Pressemitteilung der IG sei so klar geworden, dass das vorgesehene bisherige Waldgrundstück bis auf den Restbestand des Kindergartenwalds komplett überplant sei und fast vollständig bebaut werden solle. Deshalb soll nun ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht werden, das in dieser Versammlung vorgestellt wurde. Es trägt den Titel "Bebauungsplan Neue Mitte Ebermannsdorf verkleinern - Wald erhalten".

Ziel ist, den vorhandenen Waldbestand vollständig zu erhalten und dauerhaft zu sichern. In der Diskussion, so die IG, sei klar geworden, dass viele die Pläne mit der Ansiedlung von mehreren Läden, Büros, von Gastronomie und Praxen als völlig unrealistisch einschätzen. Wegen der angrenzenden Hanglage machen sich Hausbesitzer sorgen um die Bodenstabilität. Angezweifelt wird auch, ob die bestehende Kanalisation ausreichend dimensioniert ist, um das Oberflächenwasser hinzukommender, großflächiger Bodenversiegelungen aufzunehmen? Auch die zu erwartenden Beeinträchtigungen während einer langen Bauphase befürchten Anlieger.

Vielen Besuchern der Veranstaltung der IG sind auch die bisherigen Versprechungen zu vage. Die Rede sei von Seniorenwohnungen, einem Nahversorger oder sonstigen Dienstleistern. Wünschenswert sei das schon, es wurden jedoch ernsthafte Zweifel laut, ob es so komme. Mit einem Waldstück als Lärm- und Staubfilter sowie Klimapuffer sehen sich viele deshalb auf der sicheren Seite. Nach diesem Diskussionsverlauf zeigte sich die IG deshalb nicht überrascht, dass sich viele Besucher aus der gesamten Gemeinde spontan bereit erklärten, aktiv Unterschriften für das Bürgerbegehren zu sammeln.

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