16.02.2018 - 14:00 Uhr
Ebermannsdorf

Neues zur Neuen Mitte Penny stellt seine Pläne vor

Volles Haus bei der Gemeinderatssitzung in Ebermannsdorf: Discounter Penny hat sein Konzept für die Neue Mitte vorgestellt. Am Ende gab es für die Pläne sogar Applaus.

Das Wäldchen an der geplanten Neuen Mitte in Ebermannsdorf: Bis zum März sollen Bäume, die nach Schnee oder Sturm umfallen oder Äster verlieren können, entfernt werden. Bild: Steinbacher
von Externer BeitragProfil

Die Zuhörerplätze waren schon lange vor Beginn der Sitzung besetzt und so war nicht nur das Zimmer, trotz zusätzlicher Stühle, brechend voll, sondern auch der Gang. Die Neue Mitte interessierte offensichtlich viele Ebermannsdorfer. Architekt Herbert Lutz aus Dürnau stellte die Planung für den Penny-Markt vor. Er betonte, dass sich die Verantwortlichen an die Vorgaben des Bebauungsplans und damit an den Entwurf des Siegers des Architektenwettbewerbs hielten. "Wichtig für den Markt ist, dass die Parkplätze auf einer ebenen Fläche angelegt werden, damit die Einkaufswagen sich nicht selbstständig machen." Dies sei im Gesamtentwurf von mt2-Architekten bereits im sogenannten Markthof berücksichtigt worden. "Eigentlich bevorzugt Penny eher quadratische Grundrisse. Aber im Fall von Ebermannsdorf will man sich an das schlüssige Gesamtkonzept der Gemeinde halten. Auch bei der äußeren Gestaltung orientiert man sich am Gesamtkonzept." Zusätzlich habe man sich dem Thema Lärmschutz gewidmet. Damit Nachbarn nicht gestört würden, wird die Ladezone eingehaust.

Im Anschluss sprach der Gebiets- und Expansionsleiter von Penny, Michael Jasch. "Bei uns legt man Wert auf eine ökologische Bauweise und nachhaltige Energiewirtschaft", erklärte er. "Wir wollen den Markt selbst betreiben und schaffen dadurch etwa zwölf Arbeitsplätze." Auch die Frage nach der Mietdauer blieb nicht offen: "Penny wird den Laden für 15 Jahre mieten. Mit der Option auf weitere 15 Jahre." Darauf habe man viele Jahre gewartet, resümierte anschließend Gemeinderat Johann Vornlocher (CSU). "Jetzt schaut es sehr gut aus. Wir freuen uns, wenn wir bald einkaufen können."

Gilch bremst

Die Projektentwicklungsgesellschaft CDP war ebenfalls mit den Vertretern der Geschäftsleitung anwesend. Man stünde bereit, diesen Gebäudekomplex und darüber hinaus die restlichen Gebäude zu errichten. Selbst das Bürgerhaus, in dem die Rathaus-Verwaltung untergebracht werden soll, würden sie, falls gewünscht, schlüsselfertig bauen und an die Gemeinde vermieten.

"Es sind noch einige dicke Bretter zu bohren", dämpfte Bürgermeister Josef Gilch die gute Stimmung. "Das Bebauungsplanverfahren ruht derzeit." Die CDP-Vertreter betonten aber, dass es ihnen und Penny wichtig sei, dass alles zügig umgesetzt werde. Es sei nicht zielführend, wenn der Markt zwei Jahre stehe und erst dann die restlichen Gebäude errichtet würden. Nach den Vorträgen gab es Applaus der Gemeinderäte aus dem Publikum für die Pläne.

Zaun bleibt stehen

Anschließend ging es um das Wäldchen, das auf dem Gelände der Neue Mitte steht: Der Baumsachverständige und Diplomingenieur Markus Auburger erklärte, dass die Verkehrssicherungspflicht bei der Gemeinde liege. "Sollte etwas passieren, können die Verantwortlichen der Gemeinde strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden." Jeden Baum von einem Kletterer besteigen zulassen, um die toten Äste zu entfernen, sei keine sparsame Lösung. "Da sind schnell einige Tausend Euro weg." Zudem müssten nach jedem Schneefall und Sturm die Bäume wieder begutachtet werden. "Ich empfehle, die Bäume, die Entwicklungsmöglichkeiten haben, zu stärken. Sie sollen frei stehen und entsprechend gefördert werden." Das Gremium entschied, die gefährlichen Bäume bis März entfernen zu lassen und bei einem Termin, gute Bäume zu identifizieren. Der Zaun soll stehen bleiben.

Aus der Sitzung

Der Kauf eines Rettungs- und Sicherungs-Dreibeins für den Klärwärter wurde diskutiert: Bei einer Gegenstimme wurde der Kauf zum Preis von 5484,71 Euro beschlossen.

Der stellvertretende Bürgermeister Michael Götz gab seiner Enttäuschung Ausdruck, als er berichtete, dass er mehrmals bei den ermittelten Graffitisprayern zu Hause war.

Er bat sie, sich bei der Gemeinde zu melden und den Schaden, den sie angerichtet hatten, zu ersetzen. "Leider kam keiner der Sprayer ins Rathaus. Jetzt müssen wir Strafanzeige stellen." (exb)

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