Sitzung des Gemeinderats Ebermannsdorf
Grünes Licht für PV-Anlage

Für die Sicherheit der Kinder: Das Piratenschiff am Spielplatz Birnbaum wird auf Vordermann gebracht. Bilder: aps (2)
Politik
Ebermannsdorf
21.04.2017
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Skate- und Jugendpark Ebermannsdorf - ob neben dem beliebten Treffpunkt für die junge Bevölkerung ein Beachvolleyballfeld entstehen soll, wird in einer der nächsten Sitzungen entschieden.

Im westlichen Teil von Ebermannsdorfs, parallel zum Baugebiet Erzweg III - nahe der A 6 und neben den Tennisplätzen -, soll ein Bebauungsplan für eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage ausgewiesen werden. Um das Vorhaben beurteilen zu können, traf sich der Gemeinderat mit dem Grundstückseigentümer und Markus Breitschaft, Geschäftsführer des Solarparks Kreith, vor Ort.

Breitschaft erläuterte das Vorhaben und wies darauf hin, dass für eine EEG-Anlage bis 750 Kwh keine Ausschreibung erforderlich sei. Voraussetzung für die Anlage ist es, dass sie in unmittelbarer Nähe zur Autobahn errichtet wird. Die letzte Modulkante dürfe nicht weiter als 110 Meter von der Fahrbahnkante entfernt liegen.

Nach Beantwortung aller Fragen stellte Bürgermeister Josef Gilch fest, dass es keine Einwände im Rat gibt und dem Vorhaben nichts im Wege steht. Zurück im Rathaus, beschloss das Gremium einstimmig, dem Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplanes zur Errichtung einer PV-Freiflächenanlage zuzustimmen. Gilch begrüßte dann die Gewinner des Realisierungswettbewerbs zur Errichtung einer "Neuen Mitte" für Ebermannsdorf, Susanne Senf und Martin Kühnl vom Architektenbüro mt2 (Nürnberg). Da dieses Thema in der Bürgerversammlung im DomCom sehr kontrovers und emotional diskutiert wurde, war das Architektenteam gekommen, um Missverständnisse aus der Welt zu schaffen.

Gegen Missverständnis

Während der Vorstellung gingen die Architekten besonders auf die modulare Bauweise der Gebäude ein. So können die zwei geplanten Vierseithöfe je nach Bedarf geplant und realisiert werden. Das Architektenteam wies darauf hin, dass keine Vorgaben bestehen, die verlangen, den Plan detailgetreu und bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu verwirklichen. Auch konnte mit dem Missverständnis aufgeräumt werden, dass die Gebäude überdimensioniert für Ebermannsdorf seien.

Die Gemeinderäte Christian Elsner und Thomas Wiedenbauer, die dem Preisgericht angehörten, betonten, dass das Konzept sehr stimmig sei und die modulare Bauweise viele Vorteile biete. Einzelne Themen wie der Waldbereich können in der Bebauungsplanphase noch weiterentwickelt werden. Das Siegermodell sei dasjenige, das am wenigsten in den bestehenden Waldbereich eingreife. Bürgermeister Gilch betonte, dass das Projekt nicht überdimensioniert sei. Die einzelnen Bauwerke könnten zum einen größenmäßig angepasst werden und zum anderen nur entstehen, wenn ausreichende Nachfrage vorhanden sei. Möglich wäre auch, nicht alle vorgesehenen Gebäude zu errichten. Man könne variieren, und der Plan könne flexibel an die Bedürfnisse angepasst werden.

Der Waldbereich werde durch den Bau der neuen Mitte nicht berührt, wenn der Gemeinderat sich nicht mehrheitlich dafür ausspricht. Während des Verfahrens zur Aufstellung des Bebauungsplanes haben Bürger und Behörden die Möglichkeit, ihre Belange, Anregungen und Argumente vorzubringen, die dann im Anschluss im Rat abgewogen werden.

Einstimmig beauftragt

Nach ausführlicher Diskussion stimmte der Rat einstimmig dafür, dass die Arbeitsgemeinschaft aus Architektenteam mt2 und Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch damit beauftragt wird, den Bebauungs- mit Grünordnungsplan und Umweltbericht aufzustellen und gleichzeitig den Flächennutzungsplan in einem Parallelverfahren anzupassen.
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