125 Jahre Feuerwehr Ebermannsdorf
Feiern können sie auch

Das ganz offizielle Prosit auf den Jubelverein und seine Paten aus Wolfring durfte natürlich auch nicht fehlen. Bürgermeister Josef Gilch (links neben dem Fass) konnte mit den Führungkräften der beiden Wehren mit einem besonderen Bier anstoßen - dem "Emerschdorfer Eberstoff".
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Ebermannsdorf
21.05.2017
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Der Drehleiterkorb thronte über dem Ebermannsdorfer Festplatz.

Petrus eröffnete das Festwochenende mit "Wasser marsch" - und brachte damit gleich zu Beginn ein bisschen Unruhe in den Ablauf. Nach kurzem, aber heftigem Hagelschauer war es jedoch vorbei mit dem schlechten Wetter: Die Feuerwehr Ebermannsdorf konnte mit ihren Gästen ins Festzelt einmarschieren, um ihr 125-Jähriges zu feiern.

Angeführt von den Raigeringer Musikanten begrüßte Festleiter Andy Denk die komplette Führungsriege beider Wehren auf der Bühne, die vielen Gäste im Zelt und besonders die Aktiven und Mitglieder der Ebermannsdorfer Jubelwehr sowie ihre Kollegen vom Patenverein aus Wolfring. Auch alle Frauen, Töchter und Festdamen hatten sich herausgeputzt für das große Festwochenende zum 125. Geburtstag. Schirmherr Bürgermeister Josef Gilch freute sich über die vielen Gäste aus Ebermannsdorf und Umgebung - und ganz besonders über die neuen Wolfringer Freunde.

"Emerschdorfer Eberstoff"

"Ihr habt Großartiges geleistet", lobte er den Aktiven und dem Festausschuss für die viele Arbeit in den vergangenen Monaten. Mit drei gezielten Schlägen zapfte Denk das erste Fass "Emerschdorfer Eberstoff" an und füllte auf der Bühne die Krüge der Männer und von OTV-Moderatorin Eva Götz, die den weiteren Abend moderierte. Die drei Übler-Boum, Marco, Moritz und Louis, eröffneten einen langen, zünftigen Volksmusikabend. Im weiteren Verlauf wechselten sie sich mit den Raigeringer Musikanten und den Salleröder Boum in einem kunterbunten Repertoire ab. Zum Ende mischten sich die Musikanten unters Volk und spielten direkt bei ihren Fans. So aufgeheizt konnten die Zillertaler Haderlumpen gleich voll durchstarten, mit ihren Hits und ordentlich Dezibel im nahezu vollbesetzten Zelt.

Nach einer kurzen Nacht stand der Samstag ganz im Zeichen der Rettungsdienste. Beim "Rescue Day" präsentierten sämtliche bekannten Hilfsorganisationen ihr umfangreiches Equipment und zeigten sich nah am Menschen. Schon früh am Morgen spielte die Zollkapelle Nürnberg im Zelt, wo auch der kriminaltechnische Beratungsdienst der Polizei einen Infostand hatte. In den Straßen rund um den Festplatz stellten BRK, Feuerwehr, Malteser, DLRG und THW sowie Polizei und Johanniter ihre Fahrzeuge und Geräte auf.

Bei strahlendem Sonnenschein staunten viele Familien über die umfangreiche Ausstattung zur Hilfeleistung. Gar nicht scheu ließen sich die Kinder im Boot der DLRG "retten", drehten eine imaginäre Runde mit dem Polizei-Motorrad oder setzten sich hinter das Lenkrad eines Rettungswagens, wo sie am liebsten das Martinshorn ertönen ließen. Väter schlüpften in die Rettungsanzüge der Schnelleinsatzgruppe des Maltesers, die bei lebensbedrohlichen und hochansteckenden Infektionskrankheiten zum Einsatz kommt. An einer Puppe konnte man die Herzdruckmassage vom Fachmann lernen und dabei für den richtigen Rhythmus den Beatles-Song "Yellow Submarine" dazu summen.

Ganz neuer Blickwinkel

Den ganzen Tag über flog ein geräumiger Turbinenhubschrauber aus München mit jeweils drei Passagieren seine Runden über der Gemeinde und ermöglichte eine ganz neue Perspektive auf die Heimat. Vertreter der Metall- und Elektroindustrie stellten den Berufszweig in einem großen Show-Truck vor und hoffen nun, neue Auszubildende zu gewinnen. Am Festplatz genoss man das schöne Wetter und die große Kuchenauswahl. Die Kinder waren glücklich und der Festleiter entspannte sich allmählich.

Nach einer Verschnauf- und Abbaupause strömten die Scharen wieder ins Zelt - nicht ohne sich am Grill- oder Käsestand ein deftiges Abendessen zu gönnen. Erfreut wurde der Wolfringer Patenverein mit einem langen Spalier und einigen La-Olas im Zelt empfangen, wo dann die Kultband Topsis mit altbekannten Schlagern die jungen Leute tanzend auf die Bänke brachte und die etwas älteren Semester zum Mitsingen. Der Abend gehörte der Gesellschaftspflege beim gemütlichem Zusammensitzen mit vertrauten Liedern und guter Stimmung (weiterer Bericht folgt).

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