26.04.2017 - 20:00 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Bruder-Konrad-Wecken schmecken: Pfarrgemeinde feiert Patrozinium mit einem festlichen Familiengottesdienst

Zu Ehren des Hl. Bruder Konrads feierte die Pfarrgemeinde der ihm geweihten Kirche in Ebermannsdorf einen festlichen Familiengottesdienst. Ungewöhnlich war, dass die Kirchenbesucher sich bereits im Innenhof des Pfarrzentrums versammelten, rund um den geschmückten Brunnen mit dem Abbild des Hl. Bruder Konrads. Pfarrer Herbert Grosser begrüßte die Gläubigen und erinnerte an den Gedenktag des Kirchenpatrons wenige Tage zuvor. Christine Schormüller von der Kirchenverwaltung stellte Bruder Konrad von Parzham auch gedanklich in den Mittelpunkt und erinnerte daran, dass jeder, der in die Kirche geht, an ihm vorbei komme. Jeder habe ihn bereits einmal näher betrachtet, den freundlichen Pförtner im Gewand des Kapuzinerordens, den Mittelpunkt des Brunnen. Er weist freundlich mit der Hand den Weg zur Kirche. Sein Blick ist dabei auf den Tabernakel gerichtet.

Pfarrer Herbert Grosser mit Ministranten, daneben Christine Schormüller, die zur Statue des Heiligen Bruder Konrad hinführte. Bild: wec
von Christine Wendl - wecProfil

Gemeinsam zogen die Besucher mit Pfarrer Grosser und den Ministranten in die Kirche ein, in der die namenlose Kirchenband um Günther Denk und Gemeindereferentin Kathrin Blödt den weiteren Gottesdienst musikalisch umrahmte. Mit einer bildlichen Predigt erfuhren die Gläubigen mehr aus dem Leben des Kirchenpatrons.

Bruder Konrad wurde als Johann Birndorfer am 22. Dezember 1818 in Parzham bei Griesbach als elftes von zwölf Kindern geboren. Die Frömmigkeit der Eltern und ihr soziales Gewissen hatten den Jungen von klein auf geprägt. Die ganze landwirtschaftliche Arbeit war immer verbunden mit dem Glauben an den Schöpfergott, der vor Hagel, Blitz und Unwetter bewahrt und die Früchte der Erde gibt und erhält. Seine Religiosität zeigte sich früh durch sein vieles Beten, Beichten und den Besuch zahlreicher Messen, den Gang vieler Wallfahrtswege - mehr als Gleichaltrige. Mit 31 Jahren verzichtet Hans Birndorfer auf Grund und Eigentum und bat in Altötting bei den Kapuzinern um Aufnahme in den Orden. Unter dem Namen Bruder Konrad hatte er bis zu seinem Tod mit 75 Jahren seinen Platz an der Klosterpforte.

Nach dem feierlichen Segen durch den Pfarrer verteilten Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung kleine Bruder-Konrad-Wecken an alle Besucher. Grosser dankte den Musikern und Sängern für die musikalische Umrahmung und Christine Schormüller für die Ideen zur Mitgestaltung des Gottesdienstes.

 

 

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