Christbaumversteigerung in Ebermannsdorf
Ein Eisbär und ein echter Hierl

Vermischtes
Ebermannsdorf
12.01.2017
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Es war ein besonders wertvoller und ungewöhnlich schmackhaft geschmückter Christbaum, den die Pfarrei im Berggasthof versteigerte. Das Lokal war dementsprechend voll und auch die Geldbeutel - zumindest zu Beginn des Abends - prall gefüllt.

Geschickt kombiniert

Erst Anfang Dezember stand fest, dass dieses Mal die Pfarrei Ebermannsdorf die Christbaumversteigerung ausrichten würde. Aber Günther Denk, der Sprecher des Pfarrgemeinderats, reagierte schnell: Zusammen mit Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung wurden die Haussammlung und die Veranstaltung selbst organisiert. Am Vorabend des Dreikönigstags freute sich Denk dann über die vielen Gäste, darunter auch die beiden Pfarrer Herbert Grosser und Josef Beer, die vielen Mitglieder der Vereine und nicht zuletzt den ersten Auktionator des Abends, Bürgermeister Josef Gilch.

"Ich hoffe, ihr habt alle euer Geld, das ihr zu Weihnachten bekommen habt, dabei, so dass ihr fleißig mitsteigern könnt", meinte der gleich zu Beginn und brachte - charmant auf gute Preise pochend - den ersten Schwung Würste unters zahlende Volk. Im Lauf des Abends wurden die zu ersteigernden Dinge dann geschickt kombiniert. "Gebt's noch einen Schnaps dazu - der Käufer wird ihn brauchen", hieß es bei dem einen oder anderen Teil, das wohl nicht zum ersten Mal auf einer Auktion landete. Die Gäste überboten sich laut rufend gegenseitig - sei es aus Interesse oder aus Erbarmen. Sie erleichterten ihre Geldbörsen und häuften die Neuerwerbungen vor sich auf den Tischen auf. Um alle Schätze gewinnbringend loszuwerden, hatten die ausrichtenden Gremien auch einige Überraschungspakete geschnürt: Diese wurden "blind" ersteigert und sorgten oft für großes Gelächter. Auch Alkoholisches wurde im Kombipack verschachert und fand reißenden Absatz.

Alte Bücher, schwere Wandbilder, Dekorationsartikel, Gutscheine für Haarschnitte, Brennholz oder Theaterabende, nützliche oder selbstgenähte Dinge wechselten die Besitzer ebenso wie ein leuchtender Eisbär. Und dazwischen immer wieder Würste, die gleich verspeist wurden.

Höhepunkt des Abends, den im zweiten Teil der erfahrende Moderator Andreas Denk als Auktionator am Mikrofon bestritt, war ein von Künstler Hans-Georg Hierl eigens für die Veranstaltung gemaltes Bild der alten Johanneskirche. Die Raiffeisenbank Unteres Vilstal steigerte es für 160 Euro. Die Bank, vertreten durch Vorstand Karl Schlagbauer, übergab das Bild danach Pfarrer Herbert Grosser - mit der Aufforderung, dafür einen Platz im Pfarrheim oder Pfarrhof der Bruder-Konrad-Kirche zu finden.

Für JohanneskircheAm Ende kam wie gewohnt der reichhaltig mit Bratwürsten, Schnaps und vielem mehr geschmückte Christbaum unter den Hammer. Bürgermeister Josef Gilch nahm die Gebote der Vereinsmitglieder und Privatleute entgegen, das Geld kam direkt in die Kasse. Die Kirwagemeinschaft Ebermannsdorf sorgte für ein fulminantes Finale und ersteigerte den Baum "Auf Nimmerwiedersehen" für 300 Euro. Insgesamt kamen an diesem Abend 5152,26 Euro zusammen. Mit diesem Geld wird die Renovierung der Johanneskirche unterstützt. (wec)
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