Manfred Kuhnt feiert Geburtstag
80 sehr bewegte Lebensjahre

Jubilar Manfred Kuhnt (Mitte) mit seiner Ehefrau Lilian und Bürgermeister Josef Gilch. Bild: wec
Vermischtes
Ebermannsdorf
13.12.2016
67
0
Auf ein sehr bewegtes Leben blickt Manfred Kuhnt zurück: In einer kleinen Feier anlässlich seines 80. Geburtstages unterhielt er seine Gäste, unter ihnen auch Bürgermeister Josef Gilch , bestens mit unzähligen persönlichen Anekdoten.

Begonnen hat sein Lebensweg 1936 in Leipzig. Bereits im Alter von sechs Monaten zog er mit seinen Eltern nach Wernitzgrün im Vogtland (Sachsen). Bereits nach der zweiten Klasse mussten die Kuhnts nach der Neuausrichtung der Grenzen im August 1945 Hals über Kopf ihre Heimat verlassen und fanden Unterschlupf in Leipzig, im von den Bomben verschont gebliebenen Haus von Manfreds Tante Ida . Kuhnt begann nach der Schule eine Ausbildung zum Chemielaborant und studierte ab 1954 in Köthen (Sachsen-Anhalt) an der Chemie-Ingenieursschule.

Der junger Mann eckte häufig mit dem damaligen Regime an. Nach vier Semestern flog er wegen kritischer Äußerungen von der Schule. Er versuchte einige Male, aus der DDR zu fliehen, bis ihm dies 1956 gelang: In West-Berlin schlief er anfangs auf einer Parkbank, finanzierte sich seinen Lebensunterhalt und das Studium mit Hilfsdiensten. Er konnte seine Ausbildung abschließen und fand eine Anstellung als Chemie-Ingenieur beim Siemens-Kabelwerk Berlin.

Während seines ersten großen Auslandsaufenthalts, 1967 in indischen Bombay, verlor er sein Herz an Lilian , die er noch im selben Jahr heiratete. Die beiden sind heute noch ein glückliches Paar. Zurück in Berlin, wurde zwei Jahre später Tochter Carola geboren. Ebenfalls 1969 machte sich die junge Familie nach einem kurzen Aufenthalt in Amberg auf nach Brasilien. Hier war der Jubilar mit seinem Arbeitgeber Siemens am Bau von Wasserkraft-Generatoren in Guarulhos beteiligt. Töchterchen Renate kam in Brasilien zur Welt. Acht Jahre später kehrten die Kuhnts zu viert zurück nach Deutschland und bezogen 1977 ihr neu gebautes Haus in Ebermannsdorf. Er arbeitete bis zu seiner Pensionierung 1996 bei Siemens in Amberg und ging in seiner Freizeit - und auch heute noch - seinen vielseitigen Interessen nach, vor allem im Bereich der Biologie und Natur, aber auch seiner Leidenschaft für Dokumentarfilme. Ein Jahr verbrachte das Ehepaar in Neukirchen bei Tochter Renate Berendes, entschloss sich dann jedoch, den Lebensabend in Ebermannsdorf zu verbringen. Die beiden werden hier von ihrer älteren Tochter Carola und deren Ehemann sowie von diversen Pflegediensten gut versorgt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.