10.04.2017 - 18:48 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Bayernweites Post-Digitalisierungszentrum der AOK im Gewerbegebiet Schafhof entsteht: Briefe über Datenleitung

Amberg/Schafhof. "Wir sind glücklich und auch stolz, dass sich die AOK für Ebermannsdorf entschieden hat": Bürgermeister Josef Gilch war die Freude anzusehen bei der offiziellen Vorstellung der Pläne im Landratsamt: AOK-Direktorin Christa Siegler präsentierte gemeinsam mit dem zuständigen Bereichsleiter Eduard Kraus dem Landrat das Konzept des neuen Projektes. Im Gewerbegebiet Schafhof-West, direkt an der Autobahn A 6 und der Bundesstraße B 85 gelegen, entsteht das bayernweite Post-Digitalisierungszentrum der AOK.

Freude über neue Arbeitsplätze herrschte bei der Vorstellung des Pläne. Von links Bürgermeister Josef Gilch, Landrat Richard Reisinger, AOK-Direktorin Christa Siegler und Bereichsleiter Eduard Kraus. Bild: Hartl
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

In dem von der Deutschen Post (DHL-Group) angemieteten Bürogebäude werde auf einer Fläche von 2200 Quadratmetern Schritt für Schritt die gesamte Eingangspost der AOK Bayern digitalisiert und zur weiteren Bearbeitung den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt - übermittelt auf gesicherten Datenleitungen. Um 5.30 Uhr komme die Post aus dem benachbarten Briefverteilungszentrum ins AOK-Gebäude, täglich rund 25 000 Briefe, informierte Eduard Kraus. Christa Siegler hob besonders die perfekte Verkehrsanbindung und die Nähe zum Briefverteilungszentrum als ausschlaggebende Gründe für die Standortwahl heraus.

Mit dieser neuen Unternehmenseinheit sichere die AOK Bayern aber auch Arbeitsplätze in der Region, bemerkte Siegler. "Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und schaffen neue Arbeitsplätze, denn in Schafhof werden im Endausbau bis zu 100 Mitarbeiter tätig sein." Diese würden im ersten Schritt zwar durch eigenes Personal besetzt, später aber mit vielen neuen Kräften aufgestockt. Landrat Richard Reisinger freute sich besonders darüber, dass die gesamte Investition von rund einer Million Euro für Umbau und Möblierung des Zentrums völlig ohne neuen Flächenverbrauch ablaufe.

Dank sagten die AOK-Vertreter dem Landratsamt und der Gemeinde für die schnelle und unbürokratische Abwicklung der Formalien und Bauanträge. Damit, bilanzierte Josef Gilch, seien die Gewerbegebiete Süd und West nun voll belegt.

Derzeit beschäftigt die AOK Bayern im Gebiet der Direktion Amberg, der Stadt Amberg und den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Schwandorf rund 350 Mitarbeiter. Mit den dann bis zu 450 Mitarbeitern ist die AOK eines der größten Dienstleistungsunternehmen in der Region.

Fahrplan

Im ersten Schritt soll ab Juli diesen Jahres die digitale Verarbeitung der Eingangspost der AOK Direktion Amberg erfolgen - zunächst für die Hauptverwaltung, dann für die Geschäftsstellen. Nach und nach werden weitere AOK-Direktionen der Oberpfalz ans Netz genommen, um im Endausbau die gesamte Eingangspost der AOK Bayern so zu verarbeiten. Aktuell sind das rund 26 Millionen Schriftstücke pro Jahr - mit steigender Tendenz.

Der entscheidende Vorteil für die Mitarbeiter der AOK Bayern liegt darin, dass die Eingangspost viel früher zur Verfügung steht. Umverteilung und Auslieferung des Papiergutes sind nicht mehr erforderlich. "Die nahezu perfekte Infrastruktur durch das enge Zusammenspiel von Deutscher Post und AOK Bayern trägt hierzu entscheidend bei", wie Direktorin Christa Siegler erfreut bemerkte. Durch Zeitersparnis entstehen Freiräume für Beratung.

Das technische Know-how ist in der Region seit Jahren vorhanden. Bereits seit 2011 erfolgt von Amberg aus die bayernweite Versorgung der rund 4,4 Millionen Versicherten der AOK Bayern mit der Gesundheitskarte eGK. Auch hier werden die Bildbögen digitalisiert und weiterverarbeitet. Seit Herbst 2016 verarbeitet man auch die bayernweite Post aus dem zahnärztlichen Bereich, Teile der Familienversicherung und die ambulanten Pflegeanträge in Amberg digital. Bisher geschieht das alles im Gebäude der AOK in Amberg. (ge)

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