06.05.2018 - 21:38 Uhr
EbnathOberpfalz

Alte Schule wird nicht saniert: Deutlich dagegen

Die Initiatoren des Bürgerentscheids sind krachend gescheitert. Nur 30 Prozent der wahlberechtigten Ebnather unterstützten die Pläne, das Alte Schulhaus zu sanieren. Auch die SPD und Bürgermeister Manfred Kratzer hatten intensiv dafür geworben. 70 Prozent folgten aber der Argumentation von CSU und AWE, das Projekt aus Kostengründen abzulehnen.

Befürworter und Gegner der geplanten Sanierung der Alten Schule in Ebnath warteten gespannt auf das Ergebnis des Bürgerentscheids aus dem Mund von Bürgermeister Manfred Kratzer (rechs). Bild: br
von Hubert BrendelProfil

Das Votum war unerwartet deutlich, das Interesse an der Abstimmung überraschend hoch. In Windeseile - sprich 20 Minuten - war ausgezählt. Rund ein Dutzend Bürger, darunter die Initiatoren des Bürgerentscheids Susanne Labusch, Inge Geißler und Erwin Kastner, hatten in der Mittelschule mit großer Spannung auf das Ergebnis gewartet.

Bürgermeister Manfred Kratzer gab in seiner Eigenschaft als Wahlleiter das vorläufige Ergebnis bekannt. Von 1081 Wahlberechtigten Bürger haben 698, darunter 234 Briefwähler, von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Es gab keine ungültige Stimme. Somit lag die Wahlbeteiligung, was als Unsicherheitsfaktor galt, bei hohen 63,6 Prozent. Sowohl bei den Briefwählern, wie auch bei jenen Bürgern, die ihre Stimme an der Urne abgaben, gab es eine klare ablehnende Haltung. Von 243 Briefwählern votierten satte 167 gegen die vorgesehene Umbau- und Sanierungsmaßnahme. "Sind Sie dafür, dass das ehemalige Schulhaus für eine barrierefrei Arztpraxis, barrierefreie Seniorenwohnungen sowie Räume für Vereine umgebaut wird", lautete die Frage. 488 Bürger machten ihr Kreuzchen bei "Nein". Die Enttäuschung des Rathauschefs war unverkennbar: Es ist schade, dass ein solches Projekt, das für unser Dorf nur Vorteile mit sich gebracht hätte, nicht realisiert werden kann". Keine Jubelrufe, aber große Zufriedenheit bei den Gegnern. Sowohl Josef Söllner als Sprecher der CSU-Fraktion, als auch sein Gemeinderatskollege Bernd Kuhbandner von der AWE kommentierten die Entscheidung nüchtern und sachlich. Söllner freute sich, "dass die Ebnather gegen die überteuerte Renovierung gestimmt haben".

In Zahlen

1081 wahlberechtigte Ebnather waren aufgerufen, über die Zukunft der Alten Schule zu entscheiden. 698 von ihnen wollten per Kreuz ein Wörtchen mitreden, ob das altehrwürdige Gebäude saniert werden soll oder nicht. Das entspricht einer beachtlichen Wahlbeteiligung von 63,6 Prozent. 70 Prozent votierten dagegen, nur 30 Prozent dafür. (br)

 

 

Kommentare

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Marc Rauchenberger

Hier sieht man einmal wieder das nicht die Vernunft sondern die politische Einstellung entschieden hat.

13.06.2018