20.04.2018 - 20:00 Uhr
EbnathOberpfalz

Beim Kochkurs der Steinwald-Allianz kommen nur Superfoods aus der Region in die Töpfe Es müssen keine Chia-Samen sein

Superfoods sind Lebensmittel mit besonderer Wirkung und einem extrem hohen Gehalt an Vitalstoffen. Aus aller Welt kommen sie nun zu uns und bereichern unseren Speiseplan. Quinoa, Chia-Samen oder Goji-Beeren sind die bekanntesten Vertreter, jedoch Exoten. Aber auch Topinambur, Leinsamen oder Äpfel aus der Region sind gesund und ökologisch wertvoll. Sie gedeihen quasi vor unserer Haustür und gelangen über kurze Transportwege direkt zum Verbraucher.

Ernährungstrainerin Tanja Franz (Mitte) zeigt den Teilnehmerinnen, wie sie aus Superfoods aus der Region leckere Gerichte zaubern können. Bild: soj
von Autor SOJProfil

Wie sie raffiniert zubereitet werden können, zeigte Fitness- und Ernährungstrainerin Tanja Franz beim Kochkursabend der Steinwald-Allianz im Möbelhaus Kellner in Ebnath. Auf dem Speisenplan standen Topinambursuppe, Bulgursalat mit Spinat/Rucola, Rote-Beete-Suppe mit Meerrettich und Apfelwürfeln sowie Apfelkuchen mit Zimtstreuseln. Als Getränk konnten sich die Teilnehmer aus fein geschnittenen Apfel-, Zitronen- und Ingwerscheiben einen individuellen Drink zusammenstellen.

Zunächst erklärte Franz die Inhaltsstoffe und deren positive Eigenschaften für den menschlichen Körper. Regionale Superfoods seien den exotischen Gegenstücken wie Chia-Samen und Goji-Beeren mindestens ebenbürtig. Sie seien in der Regel reich an Phyto-Nährstoffen (Phytosterinen) wie Antioxidantien, die im Körper freie Radikale bekämpften und unschädlich machten. Flavonoide Phytosterine beeinflussen laut der Referentin zum Beispiel den Cholesterinspiegel positiv. Superfoods sind vor allem in der vegetarischen oder veganen Ernährung wichtig, um den Körper mit ungesättigten Fettsäuren sowie Mineralstoffen wie Eisen zu versorgen. Neben seinen gesunden Inhaltsstoffen wie Inulin (ein Süßstoff, der den Blutzuckerspiegel nicht negativ beeinflusst) und die Darmflora stärkenden Eigenschaften enthält Topinambur viel Eisen, das gut vom Körper aufgenommen werden kann.

Nach jeder Speise wurde über Geschmack, Zubereitung, und Besonderheiten diskutiert, wobei die Köche die Verwendung von Spinat als Rohkost und die mit gedünsteten Apfelstücken und Meerrettich verfeinerte Rote-Beete-Suppe positiv hervorgehoben. Auch der Bulgur war nicht allen Gourmets bekannt. Bulgurweizen oder -weizengrieß wird gedämpft, getrocknet und dann in unterschiedliche Feinheitsgrade vermahlen. Er wird nur noch kurz in Brühe gekocht oder gedämpft. Zum Abschluss gab es leckeren Apfelkuchen zu einer Tasse Espresso oder Cappuccino.

Bio-Lebensmittel fördern

Seit Herbst 2014 arbeiten die 16 Kommunen der Steinwald-Allianz als eine von mittlerweile zwölf staatlich anerkannten Öko-Modellregionen an dem Ziel, den Ökolandbau in Bayern zu fördern. Als Teil des Landesprogramms "BioRegio 2020" geht es der Öko-Modellregion Steinwald vor allem um die Verbesserung und Erweiterung des regionalen Angebots an biologischen Lebensmitteln. Durch das Verbot von chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln werden Bio-Lebensmittel umweltschonend und nachhaltig erzeugt. Gentechnik ist im Ökolandbau untersagt. (soj)

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