Ebnather Gemeinderat bringt Sanierung des Bauhofs auf den Weg - Ladesäulen müssen noch warten
Nicht mehr auf dem neuesten Stand

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Ebnath
11.01.2017
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Die Sanierung des Bauhofes in der Neusorger Straße ist notwendig. Darauf hatte sich der Bauausschuss bereits im November vergangenen Jahres verständigt. Demnach sollte der alte Heizofen für Holzverbrennung, der vom Kaminkehrer nicht mehr abgenommen wird, gegen einen Ölkessel ausgetauscht werden. Für den möglichen Einbau einer Toilette sollte geklärt werden, inwieweit die Möglichkeit bestehe, dass die WC-Anlage im Kläranlagengebäude vom Bauhofpersonal mitbenutzt wird.

Bürgermeister Manfred Kratzer erklärte, dass Ebnath von Neusorg im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit einen Niedertemperaturölkessel kostenlos erhält, da dieser von den Nachbarn wegen Renovierungsmaßnahmen im Rathaus nicht mehr benötigt wird. Weiter informierte Kratzer, dass nach Rücksprache mit dem Wasserwirtschaftsamt Weiden und dem Gesundheitsamt Tirschenreuth nichts dagegen spricht, die WC-Anlage im Kläranlagengebäude auch von den Bauhofmitarbeitern mitbenutzen zu lassen.

Das würde nach Meinung von Gemeinderat Bernd Kuhbandner ausreichen, da die Bauhofmitarbeiter ja sowieso ihre meiste Arbeitszeit im Gemeindebereich und nicht im Bauhof verbringen. Bernd Würstl meinte, dass der Bauhof richtig ausgebaut werden sollte, da Inventar und Zustand nicht mehr auf den neuesten Stand seien und der jetzige Zustand kein schönes Bild abgebe.

Angebote einholen

Schließlich beschloss der Gemeinderat die Sanierung wie folgt: Austausch der zwei Toranlagen gegen neue Sektional-Tore. Dabei soll ein Tor mit einer Schlupftüre ausgestattet sein. Drei Bauhoffenster im Erdgeschoss und ein Fenster im Heizraum im Kellergeschoss sollen ausgetauscht werden. Eine zusätzliche T-30-Türe wird im Heizraum eingebaut.

Ferner soll der Dachraum mit Styroporplatten ausgelegt werden. Die Heizkörper werden aus energetischen Gründen ausgetauscht und die Heizungsrohre isoliert. Die Verwaltung wurde beauftragt, entsprechende Angebote einzuholen. Eine Vergabe hat durch den Gemeinderat zu erfolgen. Im Zuge der verstärkten und auch von der Bundesregierung befürworteten vermehrten Nutzung von Elektrofahrzeugen hat auch das Landratsamt Tirschenreuth die Thematik der E-Mobilität aufgegriffen, um den Aufbau einer Infrastruktur in Sachen Ladesäulen zu fördern. Da aber zurzeit noch unklar ist, ob die Beteiligung etwaige Stabilisierungshilfen gefährden könnte und auch die Fördermöglichkeiten nicht absehbar sind, fasste der Gemeinderat folgenden Beschluss:

Die Gemeinde beteiligt sich zurzeit nicht am Projekt zur Errichtung von Ladesäulen, unterstreicht jedoch die Wichtigkeit des Ausbaus der Struktur. Aufgrund noch offener Fragen und auch zu klein dimensionierter Standorte im Ortsbereich behält sich die Gemeinde vor, einem späteren Förderaufruf zu folgen.

Der 26. Änderung des Regionalplans Region Oberpfalz Nord, bei der es um die Neufassung des Kapitels Wirtschaft geht, wurde einstimmig zugestimmt, da Belange der Gemeinde Ebnath nicht negativ berührt werden. Ebenso stimmten die Räte mehrheitlich für die 27. Änderung des Regionalplans Region Oberpfalz Nord bezüglich des Themas Verkehr. Peter Casper sprach sich dagegen aus, da die Interessen der Region zu wenig gewahrt seien. Im Beschluss fordert der Gemeinderat den Planungsausschuss auf, als Ziel, mindestens aber als Grundsatz, auch die Forderung nach einer raschen Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg-Marktredwitz-Landesgrenze mit aufzunehmen.

Die neue Friedhofsgebührensatzung ist im Dezember durch den Gemeinderat erlassen worden. Hier hatte sich jedoch der Fehlerteufel eingeschlichen. So bekommen die Sargträger schon seit dem Jahr 2016 als Entschädigung 25 Euro ausbezahlt. Dies wurde einstimmig genehmigt.

Direkte Vergabe

Bürgermeister Kratzer wies auf ein Schreiben von Herbert König hin, in dem er die Ausschreibung von Mäh- und Pflegearbeiten im Gemeindebereich fordert. Laut Kratzer handle es sich um Einzelaufträge unter 500 Euro, so dass ein vergabefreier Direktauftrag möglich sei.

Der erste Nachtragshaushalt 2016 der Gemeinde wurde in der Dezembersitzung durch den Gemeinderat verabschiedet und daraufhin dem Landratsamt zur rechtlichen Würdigung vorgelegt. Wie Bürgermeister Kratzer nun mitteilte, hat es keine Beanstandungen gegeben.
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