04.03.2018 - 20:00 Uhr
Ebnath

Wasserzweckverbandes Oberes Fichtelnaabtal genehmigt Haushalt - Neukalkulation der Gebühren Wasserpreis steigt um 39 Cent

Der Absatz stagniert, die Kosten steigen - und damit passt die Kalkulation nicht mehr. Deshalb müssen die Wassergebühren angehoben werden. Darauf stimmt Vorsitzender Peter König die Mitglieder des Wasserzweckverbandes Oberes Fichtelnaabtal ein.

von Autor SOJProfil

Die Beratung und Beschlussfassung über den Haushalt 2018 standen im Mittelpunkt der öffentlichen Verbandsversammlung, die diesmal turnusgemäß im Sitzungssaal des Ebnather Rathauses stattfand. Verbandsvorsitzender Peter König, der Bürgermeister von Neusorg, hieß dazu neben den zahlreichen Verbandsräten auch Geschäftsstellenleiter Helmut Graf aus Brand und das gesamte technische Personal willkommen.

König ging zunächst auf die Entwicklung der wichtigsten Einnahmen und Ausgaben sowie die Gesamteinnahmen und -ausgaben ein. Dabei erwähnte er, dass die Wassergebühren laut Neukalkulation durch das Fachbüro Hurzlmeier von bisher 1,69 auf 2,08 Euro pro Kubikmeter angehoben werden müssen. Die Einnahmen aus Wassergebühren werden im Jahr 2018 voraussichtlich bei 564 300 Euro liegen. Grund für die Erhöhung seien vor allem der stagnierende Verkauf von Wasser und die steigenden Kosten, erläuterte der Vorsitzende.

Bei den Einnahmen aus dem Wasserverkauf handelt es sich um Entgelte für die Lieferung von Zusatzwasser an den Wasserbeschaffungsverband Langentheilen/Pilgramsreuth. Der Bezug von Zusatzwasser durch die Gemeinde Neusorg sei wieder eingestellt, da die Sanierungsmaßnahmen in der Wasserversorgung Neusorg abgeschlossen sind, teilte König mit.

Neue Elektroheizung

In den Personalausgaben von 421 900 Euro für das Jahr 2018 sind der Abruf einer Arbeitskraft bei Bedarf, die Lohn- und Gehaltserhöhungen aufgrund der Beendigung der Lehre des Auszubildenden sowie die Tarifabschlüsse und Höhergruppierungen bereits eingerechnet. Außerdem wurden zahlreiche notwendige bauliche Maßnahmen einkalkuliert. So ist im Hochbehälter Fichtelberg der Einbau einer Leerlaufsicherung angedacht, im Wasserwerk ist die Elektroheizung zu erneuern. Zudem soll das Dach des Hochbehälters 300 saniert werden, auch sind Druckminderungs- und Regelarmaturen in den Schächten eingeplant mit Kosten von insgesamt etwa 37 000 Euro.

Neue Zähler

Der 2014 begonnene Umstieg auf die neue Zählergeneration wird fortgesetzt, wobei Kosten von circa 45 000 Euro entstehen. Vorgesehen sind auch Weiterbildungen und Schulungen des Personals. Ebenso ist angedacht, zusammen mit einzelnen Mitgliedsgemeinden das Geografische Informations-System (GIS) fortzuführen. Dafür stehen zunächst 25 000 Euro bereit. Daneben sind beim Tiefbrunnen I der Einbau eines Schaltschranks mit Frequenzumformer sowie die Modifizierung aller drei Brunnen vorgesehen.

Auch sind in den einzelnen Mitgliedsgemeinden Maßnahmen an Wasseranlage und Straßen notwendig, wofür circa 91 000 Euro in den Haushalt eingestellt wurden. Nicht zuletzt stehen die Einzäunung des Hochbehälters in Grünlas und die Unterquerung der Fichtelnaab in Mehlmeisel für insgesamt etwa 30 000 Euro an.

Darlehensaufnahmen seien nicht geplant, merkte der Verbandsvorsitzende an. So schließen nach seinen Ausführungen die Gesamteinnahmen und -ausgaben im Verwaltungshaushalt mit 906 600 Euro und im Vermögenshaushalt mit 344 300 Euro. Das Haushaltsvolumen beläuft sich somit auf 1,25 Millionen Euro. König bedankte sich bei Geschäftsstellenleiter Helmut Graf, der das Zahlenwerk überschaubar und transparent gestaltet habe. Einstimmig genehmigten die Verbandsräte schließlich Haushaltssatzung und -plan für 2018.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Neubesetzung des Werkausschusses. Nachdem Rudolf Elvers aus Fichtelberg aus dem Gremium ausgeschieden ist, benannte die Verbandsgemeinde Fichtelberg Gert Roderer als Nachfolger. Die Räte nahmen den Vorschlag einstimmig an. König dankte abschließend Geschäftsstellenleiter Helmut Graf und dem technischen Personal für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

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