Bischof Gregor Maria Hanke spendet Sakrament für 42 Firmlinge aus drei Pfarreien
Aus Zuschauern werden Mitspieler

Lokales
Edelsfeld
15.04.2013
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"Wir müssen dem Geist Gottes Raum geben!" Dies stellte Bischof Gregor Maria Hanke, der extra aus Eichstätt angereist war, zu Beginn des Firmgottesdienstes fest. Doch zuvor wurde er aufs Herzlichste von Firmling Sabine Schuster aus Edelsfeld willkommen geheißen.

Die Menschen sollten ihre Herzen weit aufmachen und nicht sagen, dass sie keine Zeit für ihren Gott hätten, denn der Allmächtige gäbe ihnen Kraft und verleihe ihnen Flügel. Dies sei vergleichbar mit der Sonne, die ihnen jeden Tag viel Kraft, Licht und Wärme spende.

Den Glauben näherbringen

Um gut für die bevorstehende Firmung gewappnet zu sein, gab es für die insgesamt 42 Firmlinge verschiedene Firmhelfer: In Edelsfeld waren zum Beispiel Maria Zitzmann und Manuela Lux für die gemeinsamen Gespräche über Gott, Jesus und den Heiligen Geist zuständig. Damit die Jugendlichen dem Glauben näherkommen konnten, haben sie gemeinsam Gebete gesprochen, Lieder gesungen, in Auerbach mehrfach Katechesen besucht und sind fleißig in die Kirche gegangen.

Besonders auf das diesjährige Firmthema: "Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen", wurde viel Wert gelegt und dementsprechend gab es dazu passend eine Vielzahl an Vorstellungsarbeiten in den Sonntagsgottesdiensten.
Während seiner Predigt erläuterte Bischof Hanke was die Firmung eigentlich bedeute indem er das Ganze wie folgt verglich: "Deine Eltern haben dich lieb - doch das kannst du nur spüren. Und genauso ist es auch mit dem Heiligen Geist, der euch heute von mir verliehen bzw. aufgetragen wird." Damit er den Firmlingen genau erklären konnte was in dem Gottesdienst passiert, packte er eine 3D-Brille aus und beschrieb das Gefühl, das man erhält, wenn man eine solche Brille aufsetzt. "Man sieht etwas ganz nah als ob man mittendrin sitzt - man ist mitten im Geschehen", sagte der Bischof. Somit machte er den gespannt wartenden jungen Menschen klar, wie Gottes Geist in jedem Einzelnen wirkt.

Natürlich gab er ihnen auch einen weisen Rat mit auf den Weg, den er mit einfachen Worten kindgerecht erklärte: "Wir müssen lernen, die Dinge des Lebens richtig zu deuten, das was Gott mit unserem Leben plant. Denn aus der Kraft des Gottes Geistes sollen wir das Leben deuten. Wir zweifeln, weil wir Probleme eben nicht richtig deuten können. Gottes Geist muss unser inneres Sehen prägen, um unsere Blickrichtung zu ändern. Denn genau dann werden aus Zuschauern Mitspieler Gottes - und das wünsche ich euch von ganzem Herzen!"
Nach einer kurzen Pause erklärte er die unmittelbar bevorstehende Salbung mit Chrisam. Zudem meinte er, dass die Firmung nur die Tür zum Heiligen Geist öffne, aber die Menschen immer in Bewegung bleiben müssten, damit der Glaube und die Kraft Gottes immer stärker entfacht werden würden. Dies sei durch aktives Gebetsleben, Lesen der Heiligen Schrift sowie dem Gang in die Kirche möglich.

Zum Abschluss seiner anschaulichen und interessanten Predigt appellierte er sowohl an die Firmlinge als auch an die Allgemeinheit, dass sie alle mit Gott in Kontakt bleiben sollten, um richtig Sehen zu lernen - denn: "Unser Leben ist Gott fern, da wir der Gabe Gottes zu wenig Leben einhauchen!", so Hanke. "Gott hat die Welt nach ganz bestimmten Vorstellungen gedacht. Wir sind Individuen. Jeder kann etwas bewegen. Jeder Einzelne von uns."

Salbung mit Chrisam

Direkt im Anschluss an seine Worte empfingen die Firmlinge das Firmsakrament. Dies erfolgte wie gewöhnlich mit einem Eröffnungsgebet und der Erneuerung des Taufversprechens durch die Firmlinge. Anschließend breitete Bischof Hanke die Hände über die Firmlinge aus und bat um die Herabkunft des Heiligen Geistes sowie die Vermittlung der Gaben des Heiligen Geistes. Dann legte er die rechte Hand auf den Kopf des Firmlings und zeichnete ihm mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn. Er sprach dazu: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Während der Firmung legte der Firmpate als Zeichen seiner Unterstützung seine Hand auf die rechte Schulter des Firmlings. Daraufhin folgten ein abschließendes Gebet und der bischöfliche Segen sowie anschließend die Feier der Eucharistie.

Ganz besonderes Erlebnis

Neben Bischof Hanke nahmen auch Pfarrer Deokratias Ntikazohera aus Neukirchen sowie Pfarrer Zeltsperger, der für die Pfarreien Edelsfeld und Königstein verantwortlich ist, an dem feierlichen Gottesdienst teil. Dieser wurde vom Edelsfelder Kirchenchor sehr anschaulich mit musikalischer Brillanz aufgewertet und somit zu einem ganz besonderen Erlebnis. Danach bestand die Möglichkeit Gruppenbilder zu machen und im Rathaus bei einem kleinen Stehempfang, den der Pfarrgemeinderat organisiert hatte, mit dem Bischof aus Eichstätt in Kontakt zu treten.
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