"Es gibt noch zu wenig Drohnen", erklärt Lehrimker Hans Strehl im Neulingslehrgang
Die Zeit nicht reif für Königinnen

Lokales
Edelsfeld
03.05.2013
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35 Teilnehmer nahmen am Ende eines Neulingslehrgangs beim Bienenzuchtverein Edelsfeld stolz ihre Bescheinigung entgegen. Jetzt kann ihre Imker-Karriere beginnen.

Lehrimker Hans Strehl, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Edelsfeld, erklärte zunächst das Ansetzen eines Bienenvolks und machte das Verfahren auch praktisch deutlich. Als Leitsatz empfahl er hierbei: "Mit Ruhe arbeiten - ganz langsam und entspannt!"

Er riet den Neulingen, Handschuhe, einem Schleier sowie eine Pfeife zu benutzen, wenn sie im Bienenhaus arbeiten. "Aber das Allerwichtigste und Entscheidende", betonte Strehl, "ist das Anlegen von Stockkarten, denn: Wer schreibt, der bleibt!"

Die Neulinge wurden auf Kunstschwärme geschult, weil diese mit Milchsäure gegen Varroa, eine für Bienen tödliche Milbenart, behandelt werden. Außerdem informierte Strehl über die verschiedenen Arten, die zum Zusetzen von Königinnen in Frage kommen. Denn diese müssen alle zwei Jahre ausgetauscht werden, damit ein leistungsstarkes Ergebnis erreicht wird.
"Doch im Moment kann man Königinnen noch nicht züchten, da es noch zu wenig Drohnen gibt", meinte Strehl und stellte fest, dass die Bienenzucht heuer aufgrund des dürftigen Wetters recht spät dran sei. Selbstverständlich berichtete er seinen Zuhörern in dem vier Stunden dauernden Lehrgang auch über die verschiedenen Bienenrassen sowie über die unterschiedlichen Verbände.

Der Bienenzuchtverein Edelsfeld lege viel Wert auf die Betreuung und Unterstützung der Neu- bzw. Jungimker, die in den ersten zwei Jahren Hilfe von einem erfahrenen Imker bekommen. Er gibt ihnen neue Erkenntnisse weiter. In diesem Jahr hat der Edelsfelder Bienenzuchtverein sage und schreibe 180 Völker an andere Vereine verkauft.
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