26.05.2005 - 00:00 Uhr
EdelsfeldOberpfalz

Kulturbegeisterte Schülerinnen bauen den Müllschlucker "Dany" Ein Partner für Daniela

Etliche Stunden ihrer Freizeit opferten sieben kulturbegeisterte Schülerinnen des Jugendhilfszentrums Schnaittach, um den Müllschlucker "Dany" zu schaffen. Prall gefüllt mit Plastikbehältern, nahm er seinen Platz auf dem Wertstoffhof in Edelsfeld ein.

von Adele SchützProfil

"Endlich ist es soweit, dass wir unseren Dany aufstellen können", atmete Reinhold Werner, Leiter des Arbeitskreises "Kultur, Natur und Tourismus" erleichtert auf. Seine Idee, einen Müllschlucker zu kreieren, nahm im Rahmen der Agenda 21 Gestalt an.

So bekam die Müllschluckerin "Daniela", ein früheres Projekt mit 2,50 Metern Größe, jetzt ein männliches Gegenstück, das drei Meter misst. Das Müllschlucker-Pärchen will Kinder und Jugendliche anhalten, über den Umgang mit Müll und seine Wiederverwertung kritisch nachzudenken.

Die Künstlerin Helen Werner konnte Lehrerin Stefanie Übelacker von der Idee begeistern. Sieben kunstorientierte Schülerinnen des Jugendhilfszentrums stürzten sich mit Feingefühl in die stundenlange Arbeit mit Drähten. Schüler aus Edelsfeld trennten derweil bewusst eine Zeitlang die Abfälle in der Schule und sammelten sämtliche Plastikbehälter, um den Müllschlucker damit zu füllen. Die beiden freundlichen Damen vom Wertstoffhof, Marga und Mathilde, halfen kräftig mit. Sie fischten sämtliche bunte Plastikbehälter aus den gelben Säcken. Rund 1000 farbige Plastikdosen und Plastikbehälter zieren jetzt das Innere des Müllschluckers.

"Die Fingerfertigkeit der jungen Künstler und ihr geduldiges Engagement sind zu bewundern", lobte Bürgermeister Werner Renner, als er das Kunstwerk am Wertstoffhof besichtigte. Landrat Armin Nentwig belohnte die künstlerische Tätigkeit der Schülerinnen und deren Einsatz für die Umwelt mit einer Urkunde, die ihnen Reinhold Werner überreichte.

Weitere überraschende Projekte und Events hat der Arbeitskreis "Kultur, Natur und Tourismus" schon in Planung, um wieder für Begeisterung in der Bevölkerung zu sorgen, aber auch zum Nachdenken anzuregen.

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