08.02.2018 - 20:00 Uhr
Edelsfeld

Gemeinderat stellt Weichen für Mischgebiet am Ortsrand Weißenberg wächst

Manche andere Kommune beneidet die Gemeinde Edelsfeld um ihre geordneten Finanzen. Das bringt allerdings nicht immer nur Vorteile mit sich.

Aus dieser landwirtschaftlichen Nutzfläche am Weißenberger Ortsrand wird jetzt ein Mischgebiet. Bild: aks
von Anke SchäferProfil

Geplatzt sind die Träume vom Konjunkturinvestitionsprogramm für Schulen. Die Finanzkraft der Kommune ist schlichtweg zu gut für eine derartige Unterstützung, erfuhren die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung von Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl.

Der Weg für das neue Mischgebiet am Weißenberger Ortsrand ist frei. Einstimmig segnete der Edelsfelder Gemeinderat den Vorentwurf mit Umweltbericht ab und beschloss die frühzeitige Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung nach dem Baugesetzbuch.

Unterteilt in drei Bereiche

Parallel wird die im Flächennutzungsplan ausgewiesene landwirtschaftliche Nutzfläche zum Mischgebiet umgewandelt. Den Bebauungsplan mitsamt seinen Festsetzungen stellte Planer David Neidl von Neidl + Neidl Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Partnerschaft mbH im Detail vor.

Aufgrund des abfallenden Geländes hat Neidl das gesamte Gebiet in drei Bereiche unterteilt. Das gewährleistet eine homogene, offene Bebauung, die an keiner Stelle zu tief oder zu hoch gerät. Zugelassen sind grundsätzlich zweigeschossige Gebäude, die Dach- und Fassadengestaltung ist relativ frei wählbar, solange alles in gedeckten Farbtönen gehalten bleibt.

Geruchsbremse ist Pflicht

Wenn die angrenzende Biokäserei Wohlfahrt ihre Möglichkeit zur Betriebserweiterung nutzt, muss sie ausreichend Stellplätze für die festen Mitarbeiter ebenso einplanen wie Vorkehrungen zur Vermeidung von Geruchsbelästigungen. Dass die Molke nur in geruchsdichten Behältnissen gelagert werden darf, ist bereits im Plan festgeschrieben. Den notwendigen Ausgleich für die Ausweisung dieses Mischgebiets schätzte der Planer auf rund 2000 Quadratmeter Fläche.

Vor dem Hintergrund allgemeiner Kostensteigerungen und den Vorteilen, die die Gemeinde Edelsfeld durch ihre Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils -Ehenbach (AOVE) genießt, nickten die Räte zudem die Erhöhung der AOVE-Einwohnerumlage von 2,56 Euro auf 3,60 Euro ab. Zur Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes für das Gewerbegebiet Dürnsricht-Ost wird die Gemeinde Edelsfeld keine Stellungnahme abgeben.

Einen gewissen Aufklärungsbedarf sah Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl in Sachen Kastanie in Kalchsreuth: Sie wurde keineswegs hinterrücks zu Fall gebracht, wie manche mutmaßten, sondern in Abstimmung mit Sachverständigen, die den Baum seit zehn Jahren beobachtet hatten. Jetzt rieten sie aus Sicherheitsgründen, ihn zu fällen.

Blitzer-Warnung

Mit auf den Heimweg gab es zu guter Letzt für die Gemeinderäte eine freundliche Vorwarnung. Auch die Gemeindebürger sollten sie im Hinterkopf behalten: In Weißenberg und Schnellersdorf wird in den nächsten zwei Monaten scharf geblitzt. (aks)

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