Gute Haushaltslage hilft bei der Finanzierung von Bauhof und Kläranlage
Weniger Kredite als geplant

Die gute Haushaltslage der Gemeinde Edelsfeld lässt den Fremdfinanzierungsbedarf für die Großbaustelle Kläranlage/Bauhof schmelzen. Bild: aks
Politik
Edelsfeld
14.12.2016
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Zum obligatorischen Jahresrückblick schritt Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl in der zwölften und letzten Gemeinderatssitzung 2016 am Dienstag. Er garnierte ihn mit frohen Botschaften zum Fest.

So reißt die Großbaustelle Bauhof und Kläranlage Edelsfeld doch nicht so tiefe Löcher in den Gemeindesäckel wie ursprünglich befürchtet. Die geplante Darlehensaufnahme für den Neubau des Bauhofs fällt angesichts der erfreulichen Haushaltsentwicklung komplett weg. Bei der Infrakredit-Kommunal der LfA-Förderbank leiht sich die Gemeinde für ihren Eigenanteil an der Kläranlagen-Sanierung statt 620 000 Euro "nur" 250 000 Euro bei zehnjähriger Laufzeit.

Die Wasserrechte für die Kläranlagen Edelsfeld und Weißenberg liegen genauso vor wie die Zustimmung des Amts für Ländliche Entwicklung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn der einfachen Dorferneuerung Edelsfeld III. Die entsprechende Planung sei bereits in nichtöffentlicher Sitzung im Oktober an das Landschaftsarchitekturbüro Neidl vergeben worden. Den Auftrag zur Bankettsanierung an den Gemeindeverbindungsstraßen nach Bernricht und Schnellersdorf zog die Firma Lobinger an Land.

Zahlreiche Unwägbarkeiten und ungewisse Zukunftsprognosen machten die Entscheidung über den Einstieg in das Bundesförderprogramm "Planungsleistungen für den Breitbandausbau" nicht ganz so einfach. Am Ende überwog jedoch die Ansicht, dieses kostenlose Angebot für den zukünftigen Glasfaserausbau inklusive Bit-Ratenanalyse zu nutzen, sofern die erstellten Planungen für die Gemeinde weitgehend unverbindlich bleiben. Der Beschluss fiel einstimmig aus.

Beim Thema "Ökokonto" offenbarte sich der Bürgermeister als vehementer Befürworter. So werfe beispielsweise die Erschließung des neuen Baugebiets West als auch die des geplanten Baugebiets Ost dank vorausschauender Kontenplanung keinerlei Probleme auf. Nach Abzug der beiden Baugebiete horte die Gemeinde noch rund 17 000 Quadratmeter auf Vorrat. Die einstimmig durchgewunkene Aufforstung am Hang in Niederärndt bringt weitere 9000 anrechenbare Quadratmeter auf die Guthabenseite.

Ein Wermutstropfen fiel allerdings doch noch in die positive Grundstimmung der Sitzung: Erika Raum hat um Entbindung von ihren Aufgaben als eine der Seniorenbeauftragten. Ersatz wird gesucht.
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