SPD-Ortsverein Edelsfeld stimmt sich auf Bundestagswahl ein
"Zurückhaltende Art der Union"

Politik
Edelsfeld
23.08.2017
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Die SPD sieht Edelsfeld auf einem guten Weg und lobt ausdrücklich das Klima im Gemeinderat. Zähne zeigen die Sozialdemokraten bei der Jahreshauptversammlung erst, als die Rede auf die Bundestagswahl kommt.

Rückschau auf das vergangene Jahr hielt bei der Zusammenkunft im Gasthof Goldener Greif der Ortsvorsitzende Horst Kölbel. Zu den Höhepunkten zählte er eine Sitzung des SPD-Kreisvorstands in Edelsfeld, der ein Besuch des Hutzelhofs in Weißenberg vorausging.

Der Edelsfelder Weihnachtsmarkt, federführend von Rainer Luber und Kölbel im Agenda-21-Arbeitskreis organisiert, sei mittlerweile fest im Veranstaltungskalender der Gemeinde integriert. Witterungsbedingt fiel das Ramadama aus, doch soll in den kommenden Herbstferien wieder eine Räumungsaktion starten.

Weichen gestellt

Mit der Inbetriebnahme der neuen Kläranlage in Edelsfeld, dem DSL-Ausbau über Glasfaser, der Erweiterung der Kinderkrippe und der Baugebietserweiterung Westlicher Ortsrand II habe die Gemeinde die Weichen für eine sehr gute Weiterentwicklung gestellt. Lobend hob Kölbel die gute und konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat hervor. Als Fraktionsvorsitzender der SPD und auch bei seiner Mitwirkung am Ferienprogramm der Gemeinde leiste Rainer Luber gute Arbeit.

Vor seinem Grußwort leitete Kreisvorsitzender Uwe Bergmann die Wahl eines Delegierten zur Nominierung der Landtags- und Bezirkstagskandidaten 2018. Dort vertritt Horst Kölbel den SPD-Ortsverein Edelsfeld, der nach Bergmanns Worten "in der Gemeinde Präsenz zeigt und mit einer Vielzahl von Aktionen auf sich aufmerksam macht".

Von der neuen Landesvorsitzenden Natascha Kohnen erwartet Bergmann, dass sie mobilisieren, motivieren und für die Bayern-SPD neue Sympathien gewinnen könne. Uli Grötsch aus Waidhaus werde als Generalsekretär das Thema Innere Sicherheit besetzen, für das er durch seine parlamentarische Arbeit in Berlin genügend Erfahrung mitbringe. Bergmann würdigte die Verdienste des Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl um die Klosterburg in Kastl, die bald als Zweigstelle der Bereitschaftspolizeiabteilung Sulzbach-Rosenberg fungieren werde. Strobls beharrliches Bohren bei Heimatminister Söder habe Wirkung gezeigt.

Bis 24. September offen

Für die SPD sah Bergmann nach wie vor gute Chancen, im Herbst mit Martin Schulz den Bundeskanzler zu stellen. Die Wahl bleibe bis zum 24. September offen, da sich ein Fünftel der Wähler erst am Wahltag für eine Partei entscheide.

Bürgermeister Hans Durst berichtete aus der Gemeinde Hirschbach. Sie habe die finanzielle Talsohle durchschritten und gehe wieder zum Gestalten über. Die Zusammenarbeit beider SPD-Ortsvereine wolle er gerne fortsetzen, betonte Durst.

Horst Kölbel bemängelte in der abschließenden Aussprache die "zurückhaltende Art und Weise der Kanzlerin und der Union, sich Sachthemen zu stellen". Der CSU-Bundestagsabgeordnete aus Neumarkt, Alois Karl, biete bei seinen Auftritten nicht recht viel mehr als das gebetsmühlenartig wiederholte "Rot-Rot-Grün verhindern". Dagegen versuchten manche Junge in der Union, durch Unwahrheiten, die sie in sozialen Netzwerken verbreiteten, den Kanzlerkandidaten Martin Schulz zu beschädigen.
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