Verzögerungen beim Weg zwischen Boden und Streitbühl gehen in neue Phase
Kein Baubeginn in Sicht

Politik
Edelsfeld
13.01.2017
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Im Weg von Boden nach Streitbühl ist der Wurm drin: Eigentlich sollte das Flurbereinigungs-Projekt schon seit Jahren zur befahrbaren Realität geworden sein. Stattdessen präsentierte das zuständige Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) dem Edelsfelder Gemeinderat nun eine Vorplanung, deren komplette Umsetzung aber auch im Jahr 2017 in den Sternen steht.

Erst hatte die Teilnehmergemeinschaft Boden kein Glück mit dem zum Dauerbrenner mutierten Weg, dann kam auch noch das Pech dazu. Heinz Galinowski, der das Verfahren von seinem Vorgänger geerbt hat, listete eine lange Litanei auf, warum man trotz des Neustarts der Bemühungen vor einem Jahr immer noch in der Planungsphase feststeckt.

Teilweise schon ans Skurrile grenzende Verzögerungen bei der Beschaffung notwendiger Unterlagen und Abstimmungen, krankheitsbedingte Ausfälle nicht nur beim ALE und obendrein noch mehr oder weniger kurzfristige Auflagen von Wasserwirtschaftsamt und Naturschutzbehörde: Ein baldiger Baubeginn ist jedenfalls nicht in Sicht.

Immerhin konnte der geplagte Verfahrensleiter einen Trassenplan vorlegen, der zwischen Boden und Streitbühl Asphalt-, Pflaster- und Schotterabschnitte mit jeder Menge Hochwasserschutzmaßnahmen und einer Rohrleitung zum Sigraser Bach vorsieht. Im Ortsbereich von Streitbühl soll asphaltiert werden.

Von den vorgetragenen Schwierig- und Langwierigkeiten bis zur vergabefähigen Ausführungsplanung wenig begeistert, ergab sich im Gremium schnell die Frage, warum weite Teile der Gefällestrecke trotz bekannter Ausspülungsrisiken geschottert und nicht gleich gepflastert werden. Galinowskis Antwort glich einer Vollbremsung für jegliche weitere Diskussion: Viel zu teuer, fragliche Genehmigung durch das ALE - und natürlich weitere Verzögerungen.

Aber selbst wenn jetzt alles rund liefe, könnte sich der Baubeginn auf jeden Fall in den Sommer verschieben. Grund hierfür sind der Naturschutz und die Vögel, die in einer Hecke entlang der Trasse brüten. Bis die Gemeinde also ihre grob geschätzten 50 000 Euro Eigenbeteiligung berappen muss, könnte das junge Jahr auch schon wieder zu Ende sein.
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